Für viele Österreicher gehört Italien auch heuer wieder zu den beliebtesten Urlaubszielen. Wer mit dem eigenen Auto anreist, sollte jedoch vor der Abfahrt einen wichtigen Kontrollblick auf die Reifen werfen. Denn seit Mitte Mai gelten bei unseren südlichen Nachbarn spezielle Vorschriften für Winter- und Ganzjahresreifen, warnt der ÖAMTC.
Wer die Regel missachtet, riskiert empfindliche Geldstrafen von bis zu 1.731 Euro. Im schlimmsten Fall kann das Fahrzeug sogar vorübergehend stillgelegt werden.
Die italienischen Bestimmungen betreffen nicht nur einheimische Autofahrer. Auch Fahrzeuge mit österreichischem Kennzeichen müssen die Vorgaben einhalten.
Zwischen dem 16. Mai und dem 15. Oktober dürfen Winter- und Ganzjahresreifen nur dann verwendet werden, wenn ihr Geschwindigkeitsindex mindestens jenem entspricht, der im Zulassungsschein eingetragen ist.
Ausgenommen von der Regelung sind lediglich Motorräder. Betroffen sind hingegen Pkw, Wohnmobile, Transporter und Anhänger.
Viele Autofahrer wissen gar nicht, dass der entscheidende Hinweis direkt auf der Reifenflanke steht. Dort findet sich neben der Reifendimension ein Buchstabe, der den sogenannten Geschwindigkeitsindex angibt.
Bei der Bezeichnung "225/55 R17 H" steht etwa das "H" für eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Genau dieser Wert muss mit dem Eintrag im Zulassungsschein übereinstimmen oder darüber liegen. Maßgeblich ist dabei die Zeile A13 im Zulassungsschein.
Folgende Buchstaben stehen für die jeweilige zulässige Höchstgeschwindigkeit des Reifens:
Wer etwa im Zulassungsschein den Index "H" eingetragen hat, darf zwischen Mai und Oktober keine Winterreifen mit dem niedrigeren Index "T" verwenden.
Wer mit den falschen Reifen unterwegs ist, muss in Italien tief in die Tasche greifen. Die Geldstrafe liegt zwischen 430 und 1.731 Euro. Zusätzlich können die Behörden anordnen, dass das Fahrzeug bis zur Montage vorschriftsmäßiger Reifen nicht weiterfahren darf.
Für Italien-Urlauber gilt daher: Vor der Abreise unbedingt einen Blick auf die Reifenflanke und den Zulassungsschein werfen. Der kurze Check dauert nur wenige Minuten – und kann mehrere hundert Euro sparen.