Wer in Griechenland unerlaubt Liegen und Sonnenschirme aufstellt, könnte künftig schneller erwischt werden. Die Regierung setzt bei der Kontrolle der Strände verstärkt auf moderne Technik.
Ein entsprechender Gesetzentwurf liegt derzeit dem Parlament in Athen vor. Künftig sollen Verstöße nicht nur durch Kontrollen vor Ort, sondern auch mithilfe von Drohnen und Satellitenbildern festgestellt werden können, berichtet die Zeitung "To Proto Thema".
Hintergrund ist die große Zahl an Stränden im Land, die von den Behörden nur schwer flächendeckend überwacht werden können. Die technische Unterstützung soll daher helfen, illegale Nutzungen rascher aufzudecken.
In Griechenland gelten Strände grundsätzlich als öffentlich zugänglich. Privatstrände gibt es nicht. Zudem schreibt das Gesetz vor, dass höchstens ein Drittel eines Strandes mit Liegen und Sonnenschirmen für kommerzielle Zwecke belegt werden darf.
Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit teils empfindlichen Konsequenzen rechnen. Vorgesehen sind unter anderem hohe Geldstrafen.
Bei schweren oder wiederholten Verstößen drohen außerdem zeitweise Betriebsschließungen. Auch ein Ausschluss von künftigen Vergaben für Strandkonzessionen ist möglich.