Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat die Entscheidung der Europäischen Kommission, Griechenland von der Liste der Länder mit makroökonomischen Ungleichgewichten zu nehmen, ausdrücklich begrüßt. Für Mitsotakis bedeutet dieser Schritt das Ende eines schwierigen Kapitels, das vor 16 Jahren begonnen hatte.
Der konservative Regierungschef betonte, die Entwicklung sei vor allem das Ergebnis der harten Anstrengungen von Bürgern und Staat. Es handle sich dabei nicht nur um eine technische Entscheidung, sondern um das Fundament für ein besseres Leben. Die erzielten Überschüsse könnten laut Mitsotakis nun in höhere Löhne und Pensionen fließen.
Mit dieser Entscheidung endet eine weitere Form der wirtschaftspolitischen Überwachung durch die Europäische Union. Die Kommission sieht mittlerweile deutlich geringere Risiken im Zusammenhang mit der Staats- und Auslandsverschuldung Griechenlands.
Brüssel verweist zudem auf solide Wirtschaftswachstumszahlen, Haushaltsüberschüsse, Fortschritte bei wichtigen Reformen sowie eine Stabilisierung des Bankensektors, wie das griechische Finanzministerium bekannt gab.
Zwischen 2010 und 2018 erhielt Griechenland mehrere internationale Hilfspakete. Besonders 2015 befand sich das Land auf dem Höhepunkt der Krise und stand zeitweise kurz vor einem Austritt aus der Eurozone.