Digitale Identität

Neuer EU-Ausweis kommt, doch App-Chaos droht

Ab Januar 2027 startet die neue EU-Wallet, mit der du deinen Ausweis am Handy hast. Doch Experten warnen bereits vor einem Wildwuchs an Apps.
Digital  Heute
30.04.2026, 22:18
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Die Zukunft des Ausweisens ist digital: Mit der sogenannten EUDI-Wallet sollen Bürger ab 2027 ihren Personalausweis, den Führerschein und andere Dokumente direkt am Smartphone speichern können.

Doch schon vor dem Start gibt es Probleme. Eine Umfrage zeigt: 75 Prozent der Bürger kennen ihre eigene PIN für die Online-Ausweisfunktion nicht. Ohne diese wird das Einrichten der neuen App schwierig.

Wie macwelt.de von einem Branchentreffen in Deutschland berichtet, droht zudem ein digitaler Wildwuchs. Denn mit der EUDI-Wallet kommt nicht eine App, sondern gleich mehrere. Neben der neuen EU-Wallet gibt es bereits die Ausweis-App, dazu kommen die Deutschland-App und eine separate EU-App zur Altersprüfung.

Zu viele Apps, zu viel Verwirrung?

Ein Teilnehmer des Gipfels brachte das Problem auf den Punkt: "Uns droht ein digitaler App-Zoo, weil wir zu viel Geld dafür haben." Die Betreiber wissen, dass die Akzeptanz der neuen Wallet davon abhängt, wie einfach die Einrichtung ist.

Die gute Nachricht: 54 Prozent der Befragten wollen die EUDI-Wallet verwenden, sobald sie verfügbar ist. Sie hoffen vor allem darauf, Ausweis und Führerschein endlich digital bei sich zu haben.

Die EU-Vorgabe gilt für alle Mitgliedstaaten. Auch Österreich muss bis Ende 2026 eine Lösung für digitale Identitäten liefern. Ab 2028 sollen dann auch private Anbieter ihre eigenen Wallet-Apps zertifizieren können.

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