Die Zukunft des Ausweisens ist digital: Mit der sogenannten EUDI-Wallet sollen Bürger ab 2027 ihren Personalausweis, den Führerschein und andere Dokumente direkt am Smartphone speichern können.
Doch schon vor dem Start gibt es Probleme. Eine Umfrage zeigt: 75 Prozent der Bürger kennen ihre eigene PIN für die Online-Ausweisfunktion nicht. Ohne diese wird das Einrichten der neuen App schwierig.
Wie macwelt.de von einem Branchentreffen in Deutschland berichtet, droht zudem ein digitaler Wildwuchs. Denn mit der EUDI-Wallet kommt nicht eine App, sondern gleich mehrere. Neben der neuen EU-Wallet gibt es bereits die Ausweis-App, dazu kommen die Deutschland-App und eine separate EU-App zur Altersprüfung.
Ein Teilnehmer des Gipfels brachte das Problem auf den Punkt: "Uns droht ein digitaler App-Zoo, weil wir zu viel Geld dafür haben." Die Betreiber wissen, dass die Akzeptanz der neuen Wallet davon abhängt, wie einfach die Einrichtung ist.
Die gute Nachricht: 54 Prozent der Befragten wollen die EUDI-Wallet verwenden, sobald sie verfügbar ist. Sie hoffen vor allem darauf, Ausweis und Führerschein endlich digital bei sich zu haben.
Die EU-Vorgabe gilt für alle Mitgliedstaaten. Auch Österreich muss bis Ende 2026 eine Lösung für digitale Identitäten liefern. Ab 2028 sollen dann auch private Anbieter ihre eigenen Wallet-Apps zertifizieren können.