Ab Mai 2026 führt Österreich eine kamerabasierte Kontrolle für städtische Zufahrten ein. Die gesetzliche Grundlage bildet eine Novelle der Straßenverkehrsordnung, die Verkehrsminister Peter Hanke im Oktober 2025 präsentiert hat.
Die Kameras erfassen Kennzeichen aller einfahrenden Fahrzeuge und gleichen diese mit einer lokalen Berechtigungsliste ab. Personenbezogene Daten werden dabei nicht gespeichert.
Wie das Magazin "Auto-Motor-Sport" berichtet, können Verstöße richtig teuer werden: Bei unbefugter Einfahrt drohen Strafen bis zu 726 Euro. Bei schweren oder wiederholten Verstößen sind sogar bis zu 2.180 Euro möglich.
Das Interesse an dem neuen System ist groß. Die Städte Wien, Linz, Graz und St. Pölten planen bereits die Umsetzung. Rechtlich stützt sich das Vorhaben auf die EU-Richtlinie 2015/413 zum grenzüberschreitenden Informationsaustausch.
Um die überwachten Bereiche klar zu kennzeichnen, werden neue Verkehrsschilder und Markierungen eingeführt. Ab 2027 soll zudem eine EU-weite Datenplattform den automatisierten Zugriff auf alle Zulassungsregister ermöglichen.