Das Autofahren wird sicherer – zumindest bei Neuwagen. Ab Juli greift in der gesamten EU eine neue Verordnung für sogenannte adaptive Bremslichter. Das System erkennt automatisch, wenn du scharf in die Eisen steigst, und schaltet dann auf schnelles Blinken um.
So soll der nachfolgende Verkehr früher gewarnt werden und hat mehr Zeit zum Reagieren. Besonders auf Autobahnen kann das entscheidend sein.
Wie chip.de unter Berufung auf Bußgeldkatalog.org berichtet, zeigen Studien: Das blinkende Notbremslicht verkürzt die Reaktionszeit des nachfolgenden Fahrers um etwa 0,2 Sekunden. Das klingt wenig, hat aber große Auswirkungen.
Bei 80 km/h reduziert sich der Anhalteweg durch die schnellere Reaktion um rund 4,4 Meter. Bei Tempo 100 sind es sogar etwa 5,5 Meter weniger – ein entscheidender Sicherheitsgewinn bei Auffahrunfällen.
Das System wird aktiv, sobald du bei mehr als 50 km/h so stark bremst, dass dein Auto mit mehr als 6 m/s² verzögert. Dafür wertet es Pedaldruck, Bremsdruck, Geschwindigkeit und die Daten von ABS und ESP aus.
Wichtig: Die neue Pflicht gilt nur für Neuwagen, die ab dem 7. Juli 2026 zugelassen werden. Wer ein älteres Auto fährt, muss nicht umrüsten. Eine freiwillige Nachrüstung ist aber in vielen Fällen über die Werkstatt möglich.
Ohne das adaptive Bremslicht und die weiteren vorgeschriebenen Assistenzsysteme gibt es künftig keine Typgenehmigung mehr. Wer also ein neues Auto kauft, bekommt die zusätzliche Sicherheit automatisch mit.