Immer wieder kommt es auf den heimischen Straßen zu tragischen Unfällen, bei denen Pkw-Lenker, Fußgänger und Co. ihr Leben verlieren. Laut den aktuellen Zahlen des Innenministeriums kamen im ersten Quartal 2026 schon 64 Menschen ums Leben.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Anstieg von zwei Prozent. Aber: Dieser Wert sei der Viertniedrigste seit Beginn der Aufzeichnung, erklärt ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé in einer Aussendung.
Demnach machen Pkw-Lenker den größten Anteil der traurigen Statistik aus (34 Todesfälle). Auch für zehn Fußgänger endete ein Unfall im ersten Quartal des Jahres tödlich. Zudem kamen acht Klein-Lkw-Fahrer, vier Motorradlenker und drei Radfahrer ums Leben. Nur Wien und das Burgenland hatten keine Verkehrstoten zu beklagen.
Die meisten Pkw-Lenker starben bei Frontalkollisionen, aber auch Kollisionen mit Objekten (meist Bäume) endeten oft tödlich. Besonders auffallend ist, dass 31 der 34 Pkw-Todesopfer im Freiland verunglückten.
Einen drastischen Anstieg verzeichnete man bei den getöteten Klein-Lkw-Insassen. Hier war der Wert dreimal so hoch wie in den Vorjahren. Die Hälfte von ihnen starb durch Objektanprall. Bei Fußgängern und Radfahrern sind die Zahlen hingegen rückläufig.
Als häufigste Unfallursache gelten weiterhin Unachtsamkeit und Ablenkung, gefolgt von nicht angepasster Geschwindigkeit sowie Vorrangverletzung. Laut dem ÖAMTC-Experten müsse hier erwähnt werden, dass nicht angepasste Geschwindigkeit mit Raserei gleichzusetzen sei. Vielmehr sei damit gemeint, "dass das zum Unfallzeitpunkt gewählte Tempo nicht den Verhältnissen angepasst war".
Angesichts der bevorstehenden Osterfeiertage spricht der ÖAMTC eine Warnung aus. Demnach käme es am Osterwochenende zu erhöhtem Verkehrsaufkommen, was einen Anstieg der Unfallzahlen hervorrufen könne. Statistiken zufolge starben in den vergangenen 20 Jahren zwischen Karfreitag und Ostermontag 92 Menschen.
Zweiradlenker sollten gerade nach der Winterpause eher vorsichtig und defensiv unterwegs sein. Auch Autolenker müssen sich nun wieder vermehrt auf Motorrad- und Radfahrende einstellen. Daher sei erhöhte Aufmerksamkeit im Straßenverkehr geboten.