Ein schwerer Lkw-Unfall hat am Montagmittag für Chaos auf der A1 Westautobahn Richtung Wien gesorgt. Kurz nach 13 Uhr kam ein Schwertransporter im Bereich des Ebelsberger Bergs aus bisher ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab.
Der Lkw durchbrach eine Lärmschutzwand, das Führerhaus wurde komplett abgerissen. Der Lenker wurde dabei aus dem Fahrzeug geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Nach der Erstversorgung wurde er per Notarzt in den Schockraum eines Linzer Krankenhauses gebracht.
Der Lkw war mit Plastikmüll beladen. Wegen der heftigen Beschädigungen traten Betriebsmittel aus dem Fahrzeug aus. Die Stadt Linz schickte einen zuständigen Mitarbeiter des Magistrats zur Unfallstelle, um mögliche Umweltschäden zu erfassen. Die Bergung des zerstörten Lasters übernimmt ein Spezialunternehmen.
Die Autobahnpolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen, die ASFINAG ist mit mehreren Mitarbeitern vor Ort, um die Bergungsarbeiten zu koordinieren. Wegen der laufenden Aufräumarbeiten kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und langen Staus in Richtung Wien.
Unfälle mit Lkw-Beteiligung machen zwar nur einen relativ kleinen Teil aller Verkehrsunfälle aus, sie haben aber oft schwerwiegende Folgen. Laut Daten von Statistik Austria und Auswertungen des ÖAMTC gab es im Jahr 2023 rund 1.274 Unfälle mit Lkw über 3,5 t in Österreich, bei denen 65 Menschen ums Leben kamen – so viele wie seit Jahren nicht mehr.
Obwohl schwere Lkw nur etwa 3,6 Prozent aller Verkehrsunfälle verursachen, entfielen rund 16 Prozent der tödlichen Unfälle auf diese Fahrzeugklasse. Besonders betroffen sind dabei schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Radfahrer.
Die jüngsten Zahlen unterstreichen, wie gefährlich Lkw-Unfälle sein können – gerade wenn sie sich auf Autobahnen oder in urbanen Gebieten ereignen. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Unfalls am Ebelsberger Berg laufen, klare Aussagen zu Geschwindigkeit, technischer Ursache oder menschlichem Versagen gibt es derzeit noch nicht.