Das ganze Land im Schock. Wieder gab es eine furchtbare Bluttat in Oberösterreich. Wie jetzt bekannt wurde, tötete ein Vater seine eigene Tochter (19) und dann sich selbst. Beim "Heute"-Lokalaugenschein in Lichtenegg wirkte alles ganz unscheinbar.
Vor dem Wohnhaus des 51-Jährigen in Lichtenegg gab es kein Anzeichen auf die schreckliche Tat: kein Polizeiband, kein Blaulicht, kein Hinweis darauf, dass sich hier vor genau zwei Wochen die tödliche Tragödie ereignet hat. Auch die Bewohner werden vom plötzlichen Aufsehen überrumpelt.
Als Kamerateams auftauchen, reagiert die Nachbarschaft überrascht. Aus dem Haus nebenan kommt ein Anrainer, fragt irritiert: "Was ist los?" Ein anderer hat einen Einsatz vor zwei Wochen mitbekommen. "Am 26. Jänner waren einige Beamte der Polizei da."
In dem Gebäude wurde die Leiche des 51-jährigen Mannes entdeckt. Laut Polizei soll er sich selbst das Leben genommen haben, kurz davor habe er seine Tochter in ihrer Wohnung erwürgt. Sie soll laut "OÖN" an einem Gendefekt gelitten haben, der aggressives Verhalten auslösen kann. Ihr nackter Leichnam war, als er entdeckt wurde, bereits stark verwest.
Die beiden Toten galten vor der grausigen Entdeckung als vermisst. Erst drei Tage, nachdem die entsprechenden Anzeigen eingegangen waren, offenbarte sich das furchtbare Ausmaß der Familientragödie.
Suizidgedanken? Hol dir Hilfe – es gibt sie
In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer, Suizide oder Suizidversuche erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn du unter Selbstmord-Gedanken, oder Depressionen leidest, dann kontaktiere die Telefonseelsorge unter der Nummer 142, täglich 0-24 Uhr.
TelefonSeelsorge: Notruf 142
Kriseninterventionszentrum: 01/4069595
Das Haus der toten Tochter liegt nur rund zehn Gehminuten entfernt. Auch hier läuft der Alltag scheinbar ungestört weiter. Direkt nebenan befindet sich eine Tankstelle – Mitarbeiter erzählen, sie hätten erst heute durch Medienvertreter erfahren, was passiert ist.
Hinweise auf weitere Beteiligte gebe es laut Polizei nicht. Das Motiv für die Tat bleibt wohl offen – ein Abschiedsbrief wurde nicht gefunden.