Auf Autofahrer kommen gewaltige Änderungen zu: Die neue EU-Führerschein-Richtlinie muss in den kommenden Jahren in allen Ländern umgesetzt werden - auch in Österreich. Was das für dich bedeutet, wird jetzt gerade in Spielberg beraten.
Dort treffen sich beim österreichischen Fahrlehrertag internationale Experten aus 16 Ländern. Im Fokus stehen neue Regeln für die Ausbildung und Prüfung. Neben der Theorie gibt es auch praktische Fahrübungen mit Autos, Lkw, Bussen und Motorrädern.
Ein großer Punkt ist die Elektromobilität. Fahrschüler sollen künftig stärker mit Elektroautos und modernen Assistenzsystemen vertraut gemacht werden. Dieser Trend gilt als unumkehrbar und soll fixer Teil der Ausbildung werden.
Auch bei der Prüfung gibt es Änderungen: Wer künftig mit einem Automatikauto antritt, soll schneller und günstiger auch die Berechtigung für Schaltgetriebe bekommen. Diese Einschränkung könnte früher fallen als ursprünglich geplant.
Neu ist auch: Fahren ab 17 wird europaweit ausgeweitet. Neben dem bestehenden L17-Modell in Österreich könnte es zusätzliche Varianten geben, bei denen Jugendliche mit Begleitperson unterwegs sind.
Eine weitere Möglichkeit betrifft den Lkw: Auch hier könnten 17-Jährige künftig mit einem erfahrenen Lenker an ihrer Seite fahren.
Zusätzlich plant die EU einen digitalen Führerschein. Und: Mit einem B-Schein sollen künftig auch schwerere Elektroautos und Transporter bis 4.250 Kilo gelenkt werden dürfen - bisher liegt die Grenze bei 3.500 Kilo.
Neuer Fokus der Ausbildung: Gefahrenwahrnehmung und der Umgang mit Assistenzsystemen rücken stärker in den Mittelpunkt.
Die EU-Mitgliedstaaten haben 3 Jahre Zeit, die Vorgaben in nationales Recht zu überführen, und ein weiteres Jahr für die praktische Umsetzung.