Die ersten warmen Tage des Jahres haben viele Autofahrer in Wien bereits in Frühlingsstimmung versetzt. Bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad wurde vielerorts schon auf Sommerreifen umgesteckt – doch genau das könnte jetzt zum Problem werden. Denn während sich der Frühling zuletzt von seiner freundlichen Seite gezeigt hat, steht bereits der nächste Wetterumschwung bevor.
Laut Prognosen kehrt der Winter ab Donnerstag noch einmal zurück. In Wien werden Temperaturen um die 2 Grad erwartet, dazu könnte es sogar zu Schneeregen kommen. Damit sind winterliche Straßenverhältnisse – also Schnee, Matsch oder Glätte – keineswegs ausgeschlossen.
Für Autofahrer, die bereits auf Sommerreifen unterwegs sind, bedeutet das: erhöhte Vorsicht. Denn Sommerreifen bieten bei niedrigen Temperaturen und rutschigen Fahrbahnen deutlich weniger Grip.

Kommt es tatsächlich zu glatten Straßen, gilt: Wer schon auf Sommerreifen fährt, sollte das Auto im Zweifel lieber stehen lassen. Das Risiko, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren, ist bei solchen Bedingungen deutlich höher.
In Österreich gilt noch immer die situative Winterreifenpflicht – und zwar bis zum 15. April. Das bedeutet, dass bei winterlichen Fahrverhältnissen verpflichtend mit Winterreifen gefahren werden muss. Es zählt also nicht das Datum oder die Außentemperatur allein, sondern der tatsächliche Zustand der Straße.
Wer bei Schnee oder Eis mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert nicht nur seine Sicherheit, sondern auch hohe Geldstrafen. Der Strafrahmen ist dabei beträchtlich: Im schlimmsten Fall können bis zu 10.000 Euro fällig werden.
Auch wenn sich der Frühling bereits gezeigt hat – der Winter ist noch nicht endgültig vorbei. Autofahrer sollten die Wetterentwicklung genau im Blick behalten und sich nicht zu früh in Sicherheit wiegen. Denn ein plötzlicher Kälteeinbruch kann schnell zur gefährlichen Falle werden – besonders für jene, die schon auf Sommerreifen gewechselt haben.