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Dacia Sandero um 18.000 Euro! Der echte Volkswagen

Alles wird teurer, doch eine Marke möchte weiterhin für alle erschwinglich bleiben: Dacia. Mit dem neuen Sandero zeigen die Rumänen, was sie können.
Maxim Zdziarski
22.03.2026, 09:45
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Autos werden immer teurer – doch ein Modell stemmt sich weiterhin gegen den Trend: der Dacia Sandero. Schon ab 12.690 Euro gibt es den beliebten Kleinwagen in der dritten Generation (Facelift) mit 67 PS. In unserem Test waren wir jedoch die stärkere Version,  dem Sandero TCe 100 (ab 16.390 Euro) unterwegs. In Zeiten steigender Autopreise wirkt der Einstiegspreis wie eine kleine Kampfansage – und genau das ist der Sandero auch: die Anti-These zur Teuerungswelle.

Spritziger Dreizylinder mit Turbo

Unter der Haube arbeitet ein 1,0-Liter-Turbo-Benziner mit 101 PS und 200 Nm Drehmoment, geschaltet wird über ein manuelles 6-Gang-Getriebe. Der kleine Motor macht seine Sache überraschend ordentlich: Von 0 auf 100 km/h geht es in 9,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Das ist für diesen kleinen Dacia wirklich spritzig. Auch beim Verbrauch bleibt der Sandero bodenständig.

Offiziell gibt der Hersteller 5,1 Liter an, im Test waren es 5,6 Liter – ein absolut fairer Wert für einen Benziner. Mit unter 1.100 Kilogramm Gewicht fühlt sich der Dacia angenehm leicht an, was im Stadtverkehr ebenso hilft wie auf der Landstraße. Praktisch im Alltag ist außerdem der Kofferraum, der zwischen 328 und 1.108 Liter fasst.

Kamera, Klimaautomatik, LED-Licht und Co.

Überraschend ist vor allem die Ausstattung. In der getesteten "Journey"-Variante ist bereits einiges serienmäßig dabei: elektrische Spiegel, 16-Zoll-Alufelgen, Keyless Go, ein "Leder"-Lenkrad, vier elektrische Fensterheber, Klimaautomatik, Reifendruckkontrolle, ISOFIX hinten, Spurhalte- und Totwinkelwarner, Tempomat, Notfallbremsassistent, Einparkhilfe, Rückfahrkamera, Regen- und Lichtsensor sowie LED-Licht. Dazu kommt ein 10-Zoll-Multimedia-System und die inzwischen typische Haifisch-Antenne am Dach. Für einen Kleinwagen in dieser Preisklasse ist das mehr als ordentlich.

Sonderausstattungen auf einen Blick

Unser Sandero hatte zusätzlich noch ein paar Extras an Bord. Die Lackierung Sandstone kostete 550 Euro, das Winter-Paket mit beheizten Sitzen und Lenkrad 315 Euro. Dazu kamen das Driving-Paket um 630 Euro mit 360-Grad-Kamera und Fernlichtassistent sowie das Technik-Paket für 693 Euro, das Live-Navigation, induktives Laden fürs Smartphone und ein 3D-Arkamys-Soundsystem mit sechs Lautsprechern beinhaltet. Damit landete der Testwagenpreis bei 18.580 Euro – immer noch erstaunlich günstig für ein modernes Auto mit dieser mit einer Voll-Ausstattung.

Fehlende Geräuschdämmung und indirekte Lenkung

Ganz perfekt ist der günstige Rumäne mit französischem Herz natürlich nicht. Die Geräuschdämmung könnte besser sein, vor allem bei höherem Tempo wird es im Innenraum etwas lauter. Auch die Lenkung ist sehr weich und indirekt, was zwar Vorteile in der Stadt hat, aber auf kurvigen Landstraßen mäßig Spaß macht. Und im Fußraum kann eine Plastikabdeckung gelegentlich beim Kuppeln mit dem Schuh streifen. Wirklich dramatisch ist das alles aber nicht. Man muss sich dabei immer den Preis vor Augen halten.

Ein Preis, der heute schon ungewöhnlich wirkt

Unterm Strich zeigt der Dacia Sandero, dass ein günstiges Auto nicht automatisch spartanisch sein muss. Der kleine Stadtflitzer bringt einen komfortabel von A nach B, ohne dass man auf moderne Technik oder praktische Extras verzichten muss. Wer den Sandero einmal gefahren ist, versteht schnell, warum er das meistverkaufte Auto Europas ist: Er macht genau das, was man von einem Auto erwartet – er fährt, lenkt und bremst. Und das alles zu einem Preis, der heute fast schon ungewöhnlich wirkt.

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