Salzburger Projekt

Neue Technologie sagt dir bald, wo Parkplätze frei sind

Salzburger Forscher entwickeln ein neues System, das Autofahrer direkt zu freien Parkplätzen leiten soll – mit Live-Daten direkt ins Auto.
Heute Life
25.03.2026, 13:21
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Du drehst schon die dritte Runde um den Häuserblock, wirfst einen hoffnungsvollen Blick in jede Parklücke – und wirst jedes Mal enttäuscht. Hinter dir hupt jemand, vorn blinkt ein Auto aus, nur um im letzten Moment doch stehenzubleiben. In Wien gehört die Parkplatzsuche für viele längst zum Alltag – ein nervenaufreibendes Ritual zwischen Zeitdruck, engen Gassen und der ständigen Hoffnung auf eine freie Lücke.

Wien steht mit diesem Problem keineswegs alleine da: Oslo hat Parkplätze reduziert, Amsterdam macht Parken teurer, Paris verlangt mehr für große SUVs und Singapur begrenzt sogar die Anzahl der Autos.

Forschungsprojekt KoPaS

Genau hier setzt das Salzburger Forschungsprojekt KoPaS (Kooperatives Parken in Städten) an. Ziel ist es, Autofahrer gezielt zu freien Parkplätzen zu lenken – mithilfe von Echtzeitdaten.
Die Idee: Autos sollen künftig live Informationen über freie Parkplätze bekommen – direkt ins Fahrzeug. Möglich wird das durch eine Technologie namens C-ITS (Cooperative Intelligent Transport Systems).

C-ITS erlaubt es, dass:

  • Städte Daten senden
  • Autos diese sofort empfangen
  • Fahrer direkt sehen, wo es noch freie Plätze gibt

Der Unterschied zu Apps: Nicht nur einzelne Parkhäuser werden angezeigt, sondern alle verfügbaren Parkplätze – öffentlich und privat.

So einfach die Idee klingt, so schwierig ist die Umsetzung, denn

  • Sensoren im Boden wären genau, sind aber teuer
  • Kameras oder Satelliten haben technische Grenzen
  • Parkplätze können sich sekündlich ändern

Ergebnis: Es geht weniger um den einzelnen freien Platz – sondern um Wahrscheinlichkeiten. Zum Beispiel: "In diesem Viertel sind noch zu 30 % Parkplätze frei."

Wenige Autos machen großen Unterschied

Überraschend: Schon wenige umgelenkte Autos können viel bewirken. "Wenn wir 50 bis 100 Fahrzeuge anders lenken, kann das schon einen Stau verhindern", sagt Projektleiter bei Salzburg Research, Karl Rehrl, zum "Standard". Aktuell gehen die Forscher davon aus, dass nur ein kleiner Teil der Autofahrer auf solche Hinweise reagieren wird – aber das reicht oft schon.

Noch viele Hürden

Bis das System flächendeckend funktioniert, gibt es noch Probleme:

  • Parkdaten sind oft nicht digital verfügbar
  • Rechtliche Fragen sind ungeklärt
  • Nur wenige Autos sind bisher vernetzt

Außerdem: Ein Parkplatz kann nicht reserviert werden – der Traum vom fixen Platz vor der Haustür bleibt also unrealistisch.

Testlauf in Österreich

Das Projekt wird bald in Salzburg, Graz und Klagenfurt getestet. Langfristig könnte auch Wien profitieren. Doch bis genügend Fahrzeuge teilnehmen und Städte über belastbare digitale Parkdaten verfügen, können noch Jahre vergehen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 25.03.2026, 13:21
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