In dem sonst so ruhigen Bezirk sorgt ein Thema immer wieder für Aufregung: Der Mega-Radweg in Döbling erhitzt die Gemüter. Das Projekt wurde Ende 2024 fertiggestellt, hat rund 8 Millionen Euro gekostet und über 200 Parkplätze vernichtet. Besonders brisant: Der Radweg wurde gegen den Willen der Anrainer und sogar des Bezirksvorstehers errichtet.
Nun folgt das nächste Thema: Der Bezirksvorsteher Daniel Resch warnt vor einem "Parkplatz-Chaos". Bereits eine städtische Studie aus dem Jahr 2021 zeigte für die Krottenbachstraße eine Abendauslastung von bis zu 94 Prozent – praktisch Vollauslastung. Doch genau in diesem sensiblen Abschnitt wurden rund 100 Parkplätze geopfert.
Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2025 zeigt: Im Bereich der Saileräckergasse ("Krim-Viertel“) liegt die Abendauslastung mittlerweile bei 98 Prozent. "Was 2021 bereits vorhersehbar war, ist heute Realität", sagt Bezirksvorsteher Resch. Laut ihm sei der Radweg eine massive Fehlentscheidung gewesen, die nun noch mehr Probleme verursacht.
Jetzt soll in diesem Bereich eine Anwohnerparkzone kommen. Doch für den Bezirksvorsteher ist das keine Lösung. "Nachdem hier fast ausschließlich Anrainer parken, bringt eine Anwohnerparkzone keine Verbesserung", so Resch. Er fordert die Stadt dazu auf, "endlich auf die Menschen zu hören".
Die Stadt Wien setzt ihre Radwegoffensive auch 2026 fort. Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) hat bereits mehr als 100 Kilometer neue Radinfrastruktur umsetzen lassen. Ziel sei es, sowohl im Stadtzentrum als auch in den Außenbezirken noch mehr Wiener zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen.