Im Fokus stehen heuer zentrale Lückenschlüsse, die Fortsetzung großer Radachsen sowie neue Leuchtturmprojekte. Ein besonderer Schwerpunkt: der Ausbau der Brünner Straße in Floridsdorf. Insgesamt werden rund 20 Millionen Euro investiert.
Präsentiert wurde das neue Programm von Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), Neos-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner und dem Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ). "Wir haben im Rahmen unserer großen Wiener Radwegoffensive der rot-pinken Koalition bisher bereits mehr als 100 Kilometer neue Radinfrastruktur allein im Hauptradwegenetz gebaut – und wir bleiben dran", betonte Sima. Eine interaktive Karte mit allen bisherigen Projekten gibt es unter fahrradwien.at/projektkarte/.
Ein zentrales Projekt dieser Legislaturperiode ist die schrittweise Neugestaltung und Entflechtung der Fuß- und Radwege am Wiener Ring. Die Planungen für den ersten Abschnitt laufen bereits, Details sollen in Kürze präsentiert werden.
Neos-Mobilitätssprecherin Pipal-Leixner unterstreicht: "Auch in Zeiten der Budgetkonsolidierung machen wir beim Ausbau der sicheren und attraktiven Fahrradinfrastruktur ordentlich Meter. Egal ob im Stadtzentrum oder in den Außenbezirken – die neuen Radwege werden noch mehr Wienerinnen und Wiener zum Umsteigen bewegen."
Das sind die wichtigsten Projekte 2026: In der Oberen Donaustraße (Leopoldstadt) entsteht ein 410 Meter langer Zwei-Richtungs-Radweg zwischen Rembrandtstraße und Scholzgasse. Damit entfallen künftig lästige Fahrbahnwechsel. Der Radweg bleibt auf Straßenniveau, getrennt durch Parkstreifen, Grünflächen und Markierungen. 15 neue Bäume sorgen zusätzlich für mehr Grün.
Auf der Landstraßer Hauptstraße werden zwischen Juchgasse und Schlachthausgasse auf über 700 Metern beidseitig baulich getrennte Ein-Richtungs-Radwege errichtet. 33 neue Bäume sollen für Schatten sorgen.
Im Zuge der Verlängerung der Bim-Linie 18 wird heuer ein Zwei-Richtungs-Radweg auf der Würztlerstraße zwischen Markhofgasse und Erdbergstraße gebaut. So wird eine durchgehende Radverbindung zwischen Gürtel und Donaukanal bzw. künftig weiter über die Stadionbrücke durch den Prater über die Meiereistraße und Dr. Natterer-Gasse bis zur Donau geschaffen.
Bereits fertiggestellt wurde ein neuer Zwei-Richtungs-Radweg auf dem Rennweg zwischen Grasberggasse und Landstraßer Hauptstraße, der den Radweg und die Fahrradstraße in der Rinnböckstraße direkt ans Hauptradverkehrswegenetz anschließt. In der Viehmarktgasse wurde ebenfalls ein neuer Zwei-Richtungs-Radweg zwischen Henneberggasse und Schlachthausgasse errichtet.
Auf der Wiedner Hauptstraße folgt nach dem ersten Abschnitt vom Karlsplatz bis zur Johann-Strauß-Gasse nun die Verlängerung bis zur Hartmanngasse. Künftig kann vom Matzleinsdorfer Platz bis zum Karlsplatz durchgehend auf baulich getrennten Radwegen gefahren werden. Zusätzlich werden neun neue Bäume gepflanzt.
Auch auf der Äußeren Mariahilfer Straße geht es weiter: Zwischen Clementinengasse und Anschützgasse entsteht ein 720 Meter langer Zwei-Richtungs-Radweg. 46 neue Bäume und 1.500 Quadratmeter entsiegelte Fläche sollen die Straße klimafit machen. Auch hier wird die Straße zur Einbahn.
Ein zentrales Projekt 2026 ist der 1.060 Meter lange Zwei-Richtungs-Radweg auf der Brünner Straße in Floridsdorf zwischen Am Spitz und Karl-Schäfer-Straße. Hier bestand bisher großteils keine Radinfrastruktur. Künftig entsteht eine durchgehende, baulich getrennte Verbindung – vom Wasserpark bis zur Shuttleworthstraße über mehr als zwei Kilometer.
Auch in der Leopold-Ferstl-Gasse wird eine 115 Meter lange Lücke geschlossen – wichtig für die Anbindung an den Bahnhof Floridsdorf. Bezirksvorsteher Papai betont: "Beim Ausbau der Radinfrastruktur in Floridsdorf liegt der Fokus auf Sicherheit und Lückenschluss. Die Brünner Straße wird heuer diesem Beispiel folgen."
Weitere Projekte: In der Neilreichgasse (Favoriten) wird ein 630 Meter langer Zwei-Richtungs-Radweg, in der Erzherzog-Karl-Straße (Donaustadt) ein 500 Meter langer neuer Radweg und in der Althanstraße (Alsergrund) ein neuer Ein-Richtungs-Radweg beim Julius-Tandler-Platz gebaut. Entlang des Liesingbachs werden neue Unterführungen und Verbreiterungen angelegt. Der gut 520 m lange Abschnitt entlang der Lehmanngasse über den Liesinger Platz wird erheblich verbessert.