Die Stadt Wien setzt ihre Radwegoffensive 2026 fort – mit 33 neuen Projekten und rund 12,5 Kilometern zusätzlicher Radverkehrsinfrastruktur. Im Fokus stehen heuer zentrale Lückenschlüsse, die Fortsetzung großer Radachsen sowie neue Leuchtturmprojekte. Ein besonderer Schwerpunkt: der Ausbau der Brünner Straße in Floridsdorf – "Heute" berichtete.
Nach der Präsentation der Pläne durch die rot-pinke Stadtregierung kommt scharfe Kritik von der Wiener FPÖ. Für die Freiheitlichen sind die angekündigten 33 neuen Radweg-Projekte ein "Frontalangriff auf Wiens Autofahrer".
Laut FPÖ-Wien Verkehrssprecher Toni Mahdalik würden durch die neuen Projekte mindestens 1.500 Parkplätze wegfallen. Leidtragende seien vor allem jene Wienerinnen und Wiener, die für ihr Parkpickerl bezahlen.
"Weniger Fahrspuren und weniger Stellplätze bedeuten zwangsläufig mehr Stau, längere Parkplatzsuche und damit mehr Abgase, mehr Feinstaub und mehr Lärm", so Mahdalik in einer Aussendung.
Die Verkehrspolitik von SPÖ und Neos sei nicht umweltfreundlich, sondern "ideologiegetrieben und schlicht dumm". Besonders scharf geht der FPÖ-Politiker mit Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) ins Gericht und spricht von einem "Radweg-Fimmel". Für die Freiheitlichen sei der massive Ausbau der Radinfrastruktur gerade in Zeiten des Sparens nicht nachvollziehbar.
"Wien braucht eine Verkehrspolitik mit Hausverstand und keine ideologischen Experimente, die zudem in Zeiten des größten Sparprogramms mehr als entbehrlich sind", fordert Mahdalik. Er verlangt ein "budgetär verantwortungsvolles und ganzheitliches Verkehrskonzept" für Wien, das die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer – insbesondere von Autofahrern und Fußgängern – stärker berücksichtigt.