In Salzburg läuft schon jetzt der große Umbau des Festspielbezirks – und es geht direkt munter weiter. Die wichtige Innenstadt-Zufahrt durch das Neutor ist schon seit Längerem nachts am Wochenende gesperrt, ab Herbst ist es für sechs Monate komplett dicht. Hinter dem Festspielbezirk bleibt in der Altstadt ebenfalls kaum ein Stein auf dem anderen.
Der Umbau des Mozartplatzes ist bereits gestartet, die Parkplätze kommen weg, mehr Bänke und Bäume hin, der Asphalt weicht Pflaster. Jetzt hat die Stadtregierung zudem eine Begegnungszone zwischen Neutor und Museumsplatz angekündigt. Das Siegerprojekt wurde am Mittwoch vorgestellt.
Demnach werden auf einigen der bekanntesten Plätze der Landeshauptstadt "Shared Spaces" entstehen. Auf dem Boden aus Granitbelag sollen Fußgänger, Radfahrer und Öffis Vorrang haben. Der Umbau soll 2027 oder 2028 starten, 2030 abgeschlossen sein und 12,8 Millionen Euro kosten.
Das Ziel: Die vier historischen Plätze (Herbert-von-Karajan-Platz, Bürgerspitalplatz, Anton-Neumayr-Platz und Museumsplatz) und die dazwischenliegenden Straßenräume sollen zu einem zusammenhängenden, verkehrsberuhigten und klimaangepassten Stadtraum weiterentwickelt werden. Aktuell sind auf dieser Achse rund 12.000 Fahrten pro Tag zu verzeichnen, zwei Drittel weniger sollen es werden.
Durch das Neutor sollen nach dem Umbau nur mehr Anrainer, Öffis, Lieferverkehr und Einsatzdienste fahren dürfen.
"Es kommen neue Bäume, einladende Sitzgelegenheiten und man bezieht den unterirdischen Almkanal ein. Erstmals werden auch Kinder mitgedacht, für die es interaktive Elemente und Spielskulpturen gibt. Die Verkehrsberuhigung ist eine Chance, diese Gegend auch für Stadt-Salzburger wieder einladender zu machen", kündigt Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl (KPÖ) an.
Dem kann sich die grüne Planungsstadträtin Anna Schiester nur anschließen: "Das Ergebnis ist ein Stadtraum mit deutlich mehr Qualität: mehr Platz zum Gehen, mehr Aufenthaltsorte, mehr Grün und spürbare Verbesserungen für das Stadtklima. Die Altstadt wird damit noch stärker zu einem Ort, an dem man sich gerne aufhält – nicht nur durchfährt."