Die Salzburger Polizei ermittelt seit Längerem in einem brisanten Fall rund um Drogen und Minderjährige, das geht aus einer aktuellen Presseaussendung hervor. In der Mitteilung hält die Polizei fest, dass in der Causa "Elisabeth-Vorstadt" bereits Ende März ein 44-jähriger Mann festgenommen wurde.
Der Beschuldigte steht im Verdacht, zumindest seit März 2023 Kokain an mehrere minderjährige Mädchen und junge Frauen weitergegeben zu haben. Insgesamt sollen mindestens sechs Opfer betroffen sein. Zum Tatzeitpunkt waren die Mädchen zwischen 12 und 17 Jahre alt.
Die Übergaben fanden laut Ermittlern regelmäßig in der Wohnung des Mannes in der Elisabeth-Vorstadt statt. Der 44-Jährige sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen zahlreicher Delikte nach dem Suchtmittelgesetz ermittelt.
Auch mögliche Sexualdelikte standen im Raum. Die Polizei prüfte Hinweise auf strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität von Minderjährigen "intensiv". Trotz umfangreicher Ermittlungen, zahlreicher Befragungen und Einvernahmen konnten diese Vorwürfe laut Polizei bisher jedoch nicht bestätigt werden.
Die Ermittlungen laufen weiterhin intensiv. Die Polizei arbeitet dabei eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen, auch über die Landesgrenzen hinaus. Ziel ist es, mögliche weitere Straftaten aufzuklären und zusätzliche Beweise zu sichern.
Die Behörden betonen, dass jede Anzeige konsequent verfolgt wird. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass eine strafrechtliche Verfolgung nur möglich ist, wenn konkrete Aussagen und Beweise vorliegen – insbesondere durch Aussagen von Opfern vor Polizei und Gericht. Für den Festgenommenen gilt die Unschuldsvermutung.