Alarm an der Adria

"Gefährlich" – Zivilschutz warnt Kroatien-Urlauber

Alarmstufe Orange an der Adria! Kroatiens Behörden schlagen Alarm und warnen Urlauber vor gefährlicher Extremhitze.
Heute Life
22.06.2026, 22:12
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Kroatien ächzt unter einer massiven Hitzewelle. Während sich auch Österreich auf Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke einstellt, wird die Lage an der Adria ab 22. Juni zunehmend brenzlig. Der staatliche Hydrometeorologische Dienst (DHMZ) hat für weite Teile des Landes die Warnstufe Orange ausgerufen: "Das Wetter ist gefährlich". Jetzt richtet sich auch der staatliche Zivilschutz mit einem eindringlichen Appell an Einheimische und Touristen.

Klare Botschaft

Die Botschaft der Behörden ist eindeutig: "Bei extremer Hitze müssen die Anweisungen der Gesundheitsbehörde unbedingt befolgt werden." Wer sich zwischen 10 und 17 Uhr unnötig in der prallen Sonne aufhält, setzt seine Gesundheit aufs Spiel. Besonders Urlauber, die ihre Tage am Strand verbringen, sollen vorsichtig sein.

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Empfohlen werden leichte, helle Kleidung, Kopfbedeckungen und vor allem ausreichend Flüssigkeit. Wer draußen arbeitet oder sportlich aktiv ist, sollte regelmäßig Pausen im Schatten einlegen und spätestens alle 30 Minuten trinken.

Diese Fehler können lebensgefährlich werden

Besonders eindringlich warnen die Behörden davor, Kinder oder Haustiere in geparkten Autos zurückzulassen. Schon nach wenigen Minuten können dort lebensgefährliche Temperaturen entstehen.

Auch in Wohnungen und Ferienunterkünften sollten Fenster und Rollläden tagsüber geschlossen bleiben. Die kühlere Nachtluft soll genutzt werden, um Räume abzukühlen. Elektrische Geräte, die zusätzliche Wärme erzeugen, sollten möglichst ausgeschaltet werden.

Der staatliche Hydrometeorologische Dienst (DHMZ) hat weite Landesteile mit einer orangefarbenen Warnstufe belegt.
DHMZ

Trauriger Spitzenplatz für Kroatien

Die Warnungen kommen nicht von ungefähr. Laut einer 2023 in der Fachzeitschrift "The Lancet Planetary Health" veröffentlichten Studie weist Kroatien innerhalb der EU das höchste Risiko für hitzebedingte Todesfälle auf. Die hitzebedingte Sterblichkeitsrate liegt dort bei rund 27 Todesfällen pro 100.000 Einwohner. Besonders betroffen ist die ostkroatische Stadt Osijek.

Nach Kroatien folgen Italien, Slowenien, Bulgarien, Griechenland, Malta, Zypern, Portugal und Spanien. Europaweit starben allein im Sommer 2024 laut dem Barcelona Institute for Global Health (ISGlobal) rund 62.700 Menschen an den Folgen extremer Hitze. Viele Opfer sterben nicht auf offener Straße, sondern in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen, weil hohe Temperaturen bestehende Erkrankungen verschlimmern.

Wenn der Körper nicht mehr kühlen kann

Extreme Hitze belastet den Organismus massiv. Durch starkes Schwitzen verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe. Die Folge können Schwindel, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Kreislaufprobleme sein.

Besonders gefährlich wird es bei einem Hitzschlag. Steigt die Körpertemperatur auf über 40 Grad, versagen die natürlichen Kühlmechanismen. Ohne rasche medizinische Hilfe drohen Organversagen und im schlimmsten Fall der Tod.

Diese Warnsignale ernst nehmen

Ältere Menschen, Kleinkinder und chronisch Kranke gehören zur Risikogruppe. Aber auch gesunde Urlauber sollten aufmerksam bleiben. Starker Durst, Übelkeit, ungewöhnliche Erschöpfung, Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit sind Warnzeichen, die nicht ignoriert werden dürfen.

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