Neue Flug-Regeln

Gratis Sitzplatz, mehr Flüssigkeit – das ändert sich

Flugreisen sollen in den kommenden Jahren einfacher werden. Neue Scanner am Flughafen und neue Fluggastrechte bringen Erleichterungen für Passagiere.
Heute Life
21.06.2026, 13:39
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Für Urlauber und Geschäftsreisende stehen gleich mehrere Änderungen bevor. Sowohl bei den Sicherheitskontrollen an Flughäfen als auch bei den Fluggastrechten gibt es Neuerungen, die das Reisen künftig einfacher machen sollen.

Am Flughafen Wien werden derzeit neue CT-Scanner installiert. Die Geräte erstellen hochauflösende 3D-Bilder und können flüssige sowie feste Sprengstoffe erkennen. Erste Scanner sind bereits in Betrieb, bis zum Beginn der Hauptreisezeit im Juli sollen sie flächendeckend eingesetzt werden.

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Nicht überall gelten die neuen Regeln

Mit den neuen Geräten dürfen Reisende künftig statt bisher 100 Milliliter bis zu zwei Liter Flüssigkeit im Handgepäck mitführen. Zudem müssen Laptops, Tablets und andere elektronische Geräte bei der Sicherheitskontrolle nicht mehr extra aus dem Gepäck genommen werden.

Allerdings gilt diese Erleichterung nicht automatisch an allen Flughäfen. Der Einsatz der Scanner bleibt freiwillig. Während der Flughafen Wien dafür rund 25 Millionen Euro investiert, haben viele europäische Flughäfen die Technik noch nicht oder nur teilweise eingeführt. Wer von einem anderen Flughafen zurückfliegt oder umsteigt, muss daher weiterhin mit den bisherigen Regeln rechnen.

Neue Fluggastrechte ab 2027

Zusätzlich hat die EU eine Reform der Fluggastrechte beschlossen. Die neuen Bestimmungen sollen voraussichtlich im Sommer 2027 in Kraft treten, da die Fluggesellschaften ein Jahr Zeit für die Umsetzung erhalten.

Künftig müssen Airlines den Ticketpreis inklusive Handgepäck ausweisen. Zuschläge für größere Handgepäckstücke bleiben allerdings weiterhin möglich.

Familien profitieren ebenfalls von den neuen Regeln. Für minderjährige Kinder müssen Sitzplätze neben ihren Eltern künftig ohne zusätzliche Kosten reservierbar sein. Außerdem erhalten Passagiere, die online eingecheckt haben, einen Anspruch auf ein kostenloses ausgedrucktes Ticket.

Fehler im Namen kostenlos korrigieren

Eine weitere Neuerung betrifft falsch ausgestellte Flugtickets. Fluggesellschaften müssen Schreibfehler im Namen künftig kostenlos korrigieren.

Entschädigung bei Verspätungen bleibt

Unverändert bleiben die Entschädigungsansprüche bei Flugverspätungen. Wer sein Ziel mit mindestens drei Stunden Verspätung erreicht und die Fluggesellschaft dafür verantwortlich ist, hat weiterhin Anspruch auf eine Ausgleichszahlung.

Diese beträgt je nach Flugdistanz 250 Euro bei Strecken bis 1.500 Kilometer, 400 Euro bei Entfernungen bis 3.500 Kilometer und 600 Euro bei Flügen über 3.500 Kilometer.

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