Terrorzelle aufgedeckt

Hamas-Spur führt zu Hotelmitarbeiter auf Kreta

Auf Kreta wurde ein 37-Jähriger wegen mutmaßlicher Hamas-Verbindungen festgenommen. Er soll gemeinsam mit Komplizen Terroranschläge geplant haben.
Newsdesk Heute
07.06.2026, 17:34
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Auf der griechischen Urlaubsinsel Kreta haben Sicherheitsbehörden einen 37-jährigen Asylberechtigten palästinensischer Herkunft festgenommen. Dem Mann wird vorgeworfen, Mitglied der islamistischen Terrororganisation Hamas zu sein und gemeinsam mit Komplizen Anschläge vorbereitet zu haben.

Nach Angaben der Polizei in Athen erfolgte die Festnahme im Zuge von Ermittlungen gegen eine mutmaßliche Terrorzelle. Der Verdächtige soll Verbindungen zu zwei Palästinensern haben, die erst kürzlich auf Zypern festgenommen wurden.

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Ausbildung mit Sprengstoffen

Laut Ermittlern sollen die drei Männer in Malaysia gemeinsam im Umgang mit Sprengstoffen geschult worden sein. Der nun Festgenommene war den Behörden zufolge vor rund einem Jahr nach Griechenland gekommen und hatte dort Asyl erhalten.

Zuletzt arbeitete der 37-Jährige saisonal in einem Hotel in Agios Nikolaos auf Kreta. In dem Ort legt regelmäßig ein Kreuzfahrtschiff mit Touristen aus Israel an, berichteten lokale Medien.

Materialien sichergestellt

Zum Zeitpunkt der Festnahme verfügte der Verdächtige laut Behörden über kein einsatzbereites Sprengmaterial. Medienberichten zufolge soll er jedoch über das Internet Materialien bestellt haben, die für die Herstellung von Sprengstoffen verwendet werden könnten.

Bei Hausdurchsuchungen stellten Ermittler unter anderem eine Präzisionswaage, ein Messgefäß sowie digitale Datenträger sicher. Diese werden derzeit kriminaltechnisch ausgewertet. Die Behörden wollen dabei mögliche Verbindungen zu weiteren Personen oder Netzwerken überprüfen.

Nachdem Hinweise auf eine mögliche Hamas-Mitgliedschaft aufgetaucht waren, wurde der Mann laut Medienberichten mehrere Tage lang überwacht. Die Ermittler sollen durch die Auswertung von Mobiltelefonen und Computerdaten aus den Verfahren auf Zypern auf seine Spur gestoßen sein.

Während der Beobachtung habe der Verdächtige keine auffälligen Aktivitäten gezeigt und sei weiterhin seiner Arbeit nachgegangen, teilten die Behörden mit.

Die griechischen Sicherheitsbehörden betonten, dass die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen seien. Ob tatsächlich konkrete Anschlagspläne bestanden und welche Ziele betroffen gewesen sein könnten, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der Festgenommene soll nun einem Staatsanwalt vorgeführt werden. Die Polizei teilte mit, dass die Ermittlungen andauern. Für den Verdächtigen gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

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