Gezielte Tötungen

Israel liquidiert alle Hamas-Terroristen vom 7. Oktober

Israel jagt weiter die Täter des Hamas-Massakers vom 7. Oktober. Eine eigens gegründete Spezialeinheit soll jeden Beteiligten aufspüren und töten.
Newsdesk Heute
22.05.2026, 09:29
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Fast zwei Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 verfolgt Israel weiter jene Terroristen, die an den Angriffen beteiligt gewesen sein sollen. Dafür wurde eigens eine Spezialeinheit gegründet – ihr Ziel: die Verantwortlichen aufzuspüren und zu töten.

Zuletzt wurde dabei laut israelischen Angaben der Hamas-Militärchef Izz al-Din al-Haddad getötet. Der 55-Jährige galt als einer der Drahtzieher des Großangriffs auf Israel. Er starb vor wenigen Tagen bei einem Luftangriff im Gazastreifen, als er sich gemeinsam mit seiner Frau und Tochter in einer Wohnung aufgehalten haben soll.

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"Feinde weiterhin verfolgen und angreifen"

Nach seinem Tod erklärte Israels Verteidigungsministerium, Haddad habe Geiseln festgehalten, Angriffe organisiert und sich geweigert, eine Entwaffnung der Hamas umzusetzen. Auch Generalstabschef Eyal Zamir kündigte weitere Einsätze an: "Die israelischen Streitkräfte werden unsere Feinde weiterhin verfolgen, sie angreifen und jeden, der an dem Massaker vom 7. Oktober beteiligt war, zur Rechenschaft ziehen."

Kurz nach dem Terrorangriff, bei dem laut israelischen Angaben 1.220 Menschen getötet und 251 weitere nach Gaza verschleppt wurden, stellte Israel die Spezialeinheit NILI auf. Die Gruppe soll gezielt jene Personen identifizieren und ausschalten, die an den Angriffen beteiligt gewesen sein sollen.

Auswertung von Videos

Nach Recherchen des "Wall Street Journal" würden selbst mutmaßlich kleinere Beteiligte nicht verschont bleiben. Dem Bericht zufolge wurde sogar jener Mann aufgespürt und getötet, der am 7. Oktober mit einem Traktor den Grenzzaun nach Israel durchbrochen haben soll.

Eine zentrale Rolle bei den Ermittlungen spielen Videos und digitale Spuren. Viele Angreifer hätten ihre Taten selbst gefilmt oder Angehörige angerufen. Israelische Geheimdienste sollen daraufhin große Datenmengen ausgewertet sowie Gesichtserkennung und Künstliche Intelligenz eingesetzt haben. Wird eine gesuchte Person identifiziert und lokalisiert, soll die Luftwaffe den Angriff durchführen.

Israel veröffentlicht laut Bericht nur vereinzelt Informationen über erfolgreiche Einsätze – etwa bei den Männern, die die damals 26-jährige Noa Argamani beim Nova-Festival entführt hatten. Sie war 245 Tage in Gaza festgehalten worden. Nach ihrer Freilassung wurden die mutmaßlichen Entführer laut Bericht bei Luftangriffen getötet.

Der Name NILI ist ein hebräisches Akronym und bedeutet übersetzt: "Der Ewige Israels lügt nicht". Bereits im Ersten Weltkrieg wurde der Begriff von einer jüdischen Spionagegruppe verwendet.

Mossad-Chef David Barnea hatte kurz nach den Angriffen erklärt: "Es wird Zeit brauchen, genau wie nach München. Aber wir werden sie erreichen, wo immer sie auch sein mögen."

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