Über mehrere Wochen steckte der Buckelwal "Timmy" vor der Küste der deutschen Ostseeinsel Poel (Mecklenburg-Vorpommern) fest, nun gibt es ein trauriges Déjà-vu. Nach einer spektakulären Rettungsaktion wurde das Tier nämlich tot vor der dänischen Insel Anholt angespült. Nun steckt der Kadaver des Meeressäugers dort fest.
Bereits seit vergangenem Donnerstag liegt "Timmy" jetzt vor dem Strand. Indes macht sich die Sorge breit, dass der mit Gasen gefüllte Kadaver des Buckelwals bald explodieren könnte. Im Laufe des Donnerstags versuchte man, das Tier abzutransportieren – vergebens.
Der Plan war es, das tote Tier mit einem Schlepper ins Meer zu ziehen und ihn anschließend zum Hafen von Grenaa zu bringen. Nach der Bergung wollte man den Wal obduzieren, berichtet die "Bild".
Dies wird offenbar noch auf sich warten lassen. "Timmy" soll voraussichtlich über Pfingsten vor der dänischen Insel bleiben, da sich das Tier auf einer Sandbank verfangen hatte, heißt es in einem Bericht von "focus.de". Demnach wollen die Dänen erst nach Pfingsten einen neuen Versuch starten.
Zuletzt sorgte auch eine Geschlechterdebatte um "Timmy" für Aufsehen. Laut dem Walforscher Fabian Ritter sei das Tier nämlich ein Weibchen. Auf Fotos des toten Wals seien neben der Genitalspalte deutlich sogenannte Milchdrüsenspalten zu erkennen.
"Darin verborgen liegen die Zitzen, durch die die Muttermilch direkt ins Maul der jungen Wale gespritzt wird", erklärte der Experte gegenüber der "Bild"-Zeitung. Bei toten männlichen Tieren trete normalerweise der Penis deutlich hervor – bei "Timmy" aber nicht.