Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, hat wegen eines fleischfressenden Parasiten den Katastrophenzustand ausgerufen. Die kanadische Lebensmittelkontrollbehörde reagiert jetzt mit einem Einfuhrverbot für Rinder.
Kühe und Pferde, die sich innerhalb von 21 Tagen vor dem Grenzübertritt nach Kanada in Texas aufgehalten haben, dürfen nicht mehr einreisen.
Wie der "Spiegel" berichtet, wurde die sogenannte Neuwelt-Schraubenwurmfliege bei zwei Kälbern in Texas entdeckt. Abbott rief deshalb den Katastrophenzustand aus: "Es ist davon auszugehen, dass sich die Krankheit im Laufe des Sommers ausbreiten wird."
Die Neuwelt-Schraubenwurmfliege ist metallisch grün oder blau mit drei dunklen Längsstreifen. Ihre Larven nisten sich in offenen Wunden von Säugetieren ein und fressen dort das Gewebe lebender Tiere. In seltenen Fällen befallen sie auch Menschen.
Texas ist der führende Rindfleischproduzent der USA. Eine Sperrzone mit einem Radius von 20 Kilometern wurde verhängt, um die Ausbreitung zu verhindern.
Das wirksamste Mittel gegen den Parasiten sei es, sterile Fliegen auszusetzen, erklärte US-Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins. Diese Technik hatte bereits in den Sechzigerjahren geholfen, den Schädling in den USA auszurotten.
Dabei werden männliche Fliegen gezüchtet, mit Strahlung unfruchtbar gemacht und über betroffenen Gebieten freigelassen. Paaren sich die Weibchen mit diesen Männchen, bleiben ihre Eier unbefruchtet und der Bestand bricht zusammen.