Adria-Hotspot zieht Reißleine

Jesolo führt rote Zonen ein: Das müssen Urlauber wissen

Schlägereien, Raub und Angst am Strand: Jesolo zieht die Notbremse und führt von Mitte Juni bis Ende August wieder Sicherheitsbereiche ein.
Heute Life
20.06.2026, 07:29
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Jesolo gilt als einer der beliebtesten Badeorte an der italienischen Adria. Kilometerlange Sandstrände, volle Promenaden und ausgelassene Sommerabende locken jedes Jahr hunderttausende Urlauber an. Doch heuer sorgt eine andere Entwicklung für Schlagzeilen: Jugendbanden verbreiten zunehmend Angst unter Touristen und Einheimischen.

Prügeleien, Raub und Chaos am Strand

In den vergangenen Wochen kam es in Jesolo immer wieder zu gewalttätigen Zwischenfällen. Jugendgruppen, in Italien oft als "Maranza" bezeichnet, sollen in Schlägereien, Überfälle und Raubdelikte verwickelt gewesen sein. Betroffen waren nicht nur die Partyzonen rund um Clubs und Bars, sondern auch Strandabschnitte des beliebten Ferienortes.

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Die Vorfälle häuften sich laut Behörden vor allem an den Wochenenden. Mehrere Minderjährige stehen inzwischen im Verdacht, an den Ausschreitungen beteiligt gewesen zu sein.

Jetzt kommen die roten Zonen zurück

Die italienischen Behörden reagieren nun mit harten Maßnahmen. Der Präfekt von Venedig ordnete die Wiedereinführung sogenannter "roter Zonen" an. Die Sicherheitsbereiche gelten von Mitte Juni bis Ende August und damit nahezu während der gesamten Hauptsaison.

Wer bereits wegen bestimmter Delikte polizeilich aufgefallen ist, kann aus diesen Bereichen verbannt werden. Wer sich nicht an das Aufenthaltsverbot hält, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

50 zusätzliche Kräfte im Einsatz

Zusätzlich werden rund 50 weitere Polizisten und Militärangehörige nach Jesolo entsandt. Besonders überwacht werden die Strandpromenade zwischen Piazza Casabianca und Piazza Marina, der Busbahnhof sowie die Bereiche rund um Piazza Milano und Piazza Torino.

Bereits bei ersten Schwerpunktaktionen wurden laut italienischen Medien rund 200 Personen kontrolliert und identifiziert.

Bürgermeister zieht klare Grenze

Die Stadtführung schlägt einen scharfen Ton an. Bürgermeister Christofer De Zotti machte deutlich, dass Personen, die nach Jesolo kommen, um Unruhe zu stiften oder Straftaten zu begehen, in der Stadt nicht willkommen seien.

Auch Präfekt Darco Pellos kündigte ein konsequentes Vorgehen an. Eine weitere Eskalation werde man nicht zulassen. Junge Menschen müssten verstehen, dass Gewalttaten langfristige Folgen für ihr Leben haben können.

Mit den verschärften Maßnahmen wollen die Behörden sicherstellen, dass Jesolo in den Sommermonaten wieder vor allem für Sonne, Strand und Urlaubserholung bekannt ist – und nicht für Gewalt und Jugendbanden.

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