Annette Mann im "Heute"-Talk

AUA-Chefin enthüllt: Das ändert sich in den Flugzeugen

Bald werden alle Austrian-Flugzeuge mit Starlink ausgestattet sein, kündigt AUA-Chefin Annette Mann im "Heute"-Gespräch an. Was sich sonst ändert.
Clemens Oistric
15.06.2026, 05:30
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Sie ist die erste Frau an der Spitze der AUA und gehört zu den erfolgreichsten CEOs Österreichs: Annette Mann. Die gebürtige Bayerin ist seit Frühjahr 2022 Vorstandsvorsitzende der Airline, kämpft um Wettbewerbsfähigkeit und treibt aktuell die Modernisierung der AUA-Flotte voran.

Im großen "Heute"-Interview (Video in voller Länge unten) kündigt Mann Schritt für Schritt Starlink-Internet auf allen Flügen an – und gibt Entwarnung, dass die Nahostkrise samt Kerosin-Knappheit den Sommerurlaub der Österreicher beeinträchtigen könnte.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Buchen": Entwarnung für den Sommer

Man könne "guten Gewissens buchen", so die Top-Managerin. 800 zusätzliche Flüge hat die AUA ins Programm genommen. Mit "Heute" sprach sie unter anderem über:

Urlaubssaison in Zeiten der Nahost-Krise

"Wir merken eine gewisse Zurückhaltung. Jeder, der diesen Sommer in den Urlaub fliegen möchte, kann wirklich guten Gewissens buchen. Die Kerosinversorgung ist gut, hier in Wien ganz speziell, aber auch bezüglich der Versorgung an den Flughäfen, die wir anfliegen, machen wir uns keine Sorgen."

Video: Das ganze Interview mit Mann

Drohende Flugausfälle und Verzögerungen

"Wir bringen natürlich jeden auch wieder sicher nach Hause. Dem Sommerurlaub steht nichts im Weg."

Adaptierten Flugplan

"Wir mussten kurzfristig fünf unserer Destinationen im Nahen und Mittleren Osten streichen, haben aber inzwischen 800 zusätzliche Flüge für den Sommer in Europa eingeplant. Wir haben uns dafür die Lieblingsdestinationen der Österreicher herausgesucht."

Lieblingsziele der Landsleute

"Die Österreicherinnen und Österreicher fliegen traditionell am liebsten nach Griechenland, Spanien, Frankreich und Italien. Doch auch die sogenannten 'Coolcations' im Norden werden  immer beliebter. Erst vor zwei Wochen hatten wir den Erstflug nach Bergen in Norwegen."

„Wir machen pro Passagier 5 Euro Gewinn. Darum kann man sich im ersten Bezirk in Wien gerade einmal einen Kaffee kaufen.“
Annette MannVorstandsvorsitzende Austrian Airlines
AUA-CEO Mann im Gespräch mit "Heute"-Chefredakteur Clemens Oistric
Helmut Graf

Preiserhöhungen

"Ungefähr 30 Prozent unserer Kosten entfallen auf Kerosin. Kerosin hat sich seit der Sperrung der Straße von Hormus massiv verteuert, das schlägt sich auf die Kosten durch. Es kann also sein, dass der Flug heuer ein paar Euro teurer ist als letzten Sommer."

Verdient sich AUA goldene Nase?

"Wir machen pro Passagier 5 Euro Gewinn. Darum kann man sich im ersten Bezirk in Wien gerade einmal einen Kaffee kaufen. Bei unserer Marge von 3 Prozent bleiben uns von 100 verdienten Euro 3 in der Kasse. Da braucht sich wirklich niemand Sorgen machen, dass wir zu viel verdienen."

Neun weitere neue Dreamliner bis 2028

"Unsere Langstrecken-Flotte ist in die Jahre gekommen. Neue Flugzeuge sind nicht so wartungsintensiv, für den Passagier komfortabler und sie verbrauchen auch weniger Kraftstoff. Ab Ende des Winterflugplans 2028/29 werden wir nur noch mit ganz neuen Modellen auf der Langstrecke fliegen – drei davon haben wir bereits in der Flotte. Alle Flugzeuge werden mit Starlink-Internet ausgestattet sein, neue Sitze und eine zusätzliche Reihe Premium Economy haben."

„Wir versuchen auch am unteren Ende günstige Preise anzubieten, für alle, die aufs Geld schauen müssen.“

Wirtschaftsleistung

"Jedes neue Langstrecken-Flugzeug bedeutet 350 hochwertige Jobs. Und dann kommen noch die zusätzlichen Arbeitsplätze am Flughafen und in der Touristik oder im Kongressgeschäft hier in Wien dazu. Insofern, glaube ich, eine gute Sache für alle Beteiligten. Wir engagieren uns derzeit, damit wir sogar eine 13. und 14. Maschine in den nächsten Jahren dazunehmen können, wenn sich die Rahmenbedingungen am Luftfahrtstandort Österreich verbessern."

Standort

"Wien hat nicht nur hohe Lohnkosten, sondern ist auch aufgrund der großen Low-Cost-Konkurrenz stark unter Druck. Wir haben in den letzten Jahren zusätzlich sehr viel Konkurrenz von Airlines außerhalb der EU dazubekommen – durch Airlines wie Turkish, Emirates oder Etihad, die ein sehr gutes Produkt zu sehr guten Preisen anbieten und staatlich gefördert zu ganz anderen Bedingungen fliegen können als wir."

Situation in Wien

"Die Ryanair ist hier sehr, sehr stark. Aber Konkurrenz belebt das Geschäft. Als Netzwerk-Airline sind wir hier der Platzhirsch und wollen das auch bleiben."

Unterscheidung zu Billigfluglinien trotz Eco Basic oder Eco Light

"Allein schon durch die starke Marke und das Vertrauen in die Marke AUA. Aber ja, wir versuchen auch am unteren Ende günstige Preise anzubieten, für alle, die aufs Geld schauen müssen. In der Premium Eco und der Business-Class spielen wir die große Klaviatur. Wir versuchen einfach für jedes Bedürfnis das richtige Angebot zu machen."

Gleichstellung bei der AUA

"Wir haben in den letzten Jahren 40 Prozent mehr weibliche Führungskräfte entwickelt und werden das weiter vorantreiben. Wir brauchen gute Leute!"

Persönlicher Erfolgsweg

"Ich kann jeder jungen Frau nur empfehlen, Gas zu geben und durchaus auch Positionen, wie die meine anzustreben. Ja, es ist anstrengend. Ja, man muss sich durchbeißen. Aber ich muss sagen, ich mache meine Rolle sehr, sehr gerne. Es ist ein Traumjob."

Wo sie selbst heuer Urlaub macht

"Für mich persönlich geht’s nach Kroatien, aber auch Griechenland und Spanien sind immer eine Reise wert."

{title && {title} } coi, {title && {title} } 15.06.2026, 05:30
Jetzt E-Paper lesen