Die Sonne scheint, das Meer glitzert türkisblau und der erste Griff in der Strandtasche geht fast automatisch zur Sonnencreme. Schließlich gehört sie für viele Urlauber genauso zum Sommer wie Badehose, Sonnenbrille und Strandtuch. Doch genau dieses Urlaubs-Must-have kann an manchen Reisezielen zum Problem werden.
Denn immer mehr Länder und Inseln verbieten bestimmte Sonnencremes – und das aus gutem Grund: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass einige Inhaltsstoffe empfindliche Korallenriffe und Meereslebewesen schädigen können. Um ihre Unterwasserwelt zu schützen, greifen beliebte Urlaubsparadiese mittlerweile zu drastischen Maßnahmen.
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Jedes Jahr gelangen laut Schätzungen Tausende Tonnen Sonnencreme ins Meer. Besonders kritisch sehen Forscher dabei bestimmte chemische UV-Filter, die beim Baden von der Haut abgewaschen werden. Im Fokus stehen vor allem die Inhaltsstoffe Oxybenzon (Benzophenone-3) und Octinoxat (Ethylhexyl Methoxycinnamate). Studien legen nahe, dass diese Stoffe Korallen schädigen, ihre Fortpflanzung beeinträchtigen und zur gefürchteten Korallenbleiche beitragen können.
So oft solltest du Urlaub machen, um gesund zu bleiben
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Zusätzlich stehen weitere UV-Filter wie Octocrylen, Homosalat, 4-Methylbenzylidencampher (4-MBC) oder Butylparaben in der Kritik. Sie können nicht nur Korallen, sondern auch andere Meeresorganismen beeinträchtigen.
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Palau
Der Inselstaat im Pazifik gilt als Vorreiter beim Schutz seiner Korallenriffe. Bereits 2020 führte das Land eines der weltweit strengsten Gesetze ein. Verboten sind dort zehn als riffschädlich eingestufte Inhaltsstoffe, darunter Oxybenzon, Octinoxat, Octocrylen und verschiedene Parabene. Touristen dürfen entsprechende Produkte weder einführen noch verwenden.
2
Hawaii
Auf der Inselgruppe dürfen Sonnencremes mit Oxybenzon und Octinoxat nicht mehr verkauft werden. Die Behörden sehen die Stoffe als Gefahr für die empfindlichen Korallenriffe rund um die Inseln. Mittlerweile greifen viele Urlauber deshalb auf mineralische Alternativen zurück.
3
Thailand
Thailand lockt jedes Jahr Millionen Besucher an seine Traumstrände und Tauchspots. Besonders in den Meeres-Nationalparks steht der Schutz der Korallen mittlerweile im Mittelpunkt. Dort sind Sonnencremes mit Oxybenzon, Octinoxat, 4-MBC und Butylparaben verboten. Wer die Vorschriften ignoriert, muss teilweise mit empfindlichen Geldstrafen rechnen.
4
Aruba
Auch die Karibikinsel hat Maßnahmen zum Schutz ihrer Unterwasserwelt eingeführt. Dort sind Produkte mit Oxybenzon nicht mehr erlaubt. Die Regierung will damit verhindern, dass Korallenriffe und andere empfindliche Meereslebewesen langfristig geschädigt werden.
5
Bonaire
Die niederländische Karibikinsel gilt als eines der schönsten Tauchgebiete der Welt. Entsprechend groß ist das Interesse, die Unterwasserwelt zu bewahren. Auch hier gelten strenge Regeln für korallenschädliche UV-Filter. Besonders Oxybenzon und Octinoxat stehen im Fokus der Schutzmaßnahmen.
Darauf sollten Urlauber achten
Wer in diese Regionen reist, sollte vor dem Kofferpacken einen Blick auf die Inhaltsstoffliste seiner Sonnencreme werfen. Als umweltfreundlichere Alternative gelten häufig mineralische Produkte mit Zinkoxid oder Titandioxid. Diese reflektieren die UV-Strahlen auf der Haut und stehen deutlich seltener im Verdacht, Korallenriffe zu schädigen.