UV-Alarm für die Augen

Nicht nur die Haut! Diesen Sonnenschutz vergessen viele

Wer im Sommer nur zur Sonnencreme greift, denkt oft zu kurz. Denn UV-Strahlen können nicht nur die Haut angreifen, sondern auch die Augen schädigen.
Heute Life
11.06.2026, 22:28
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Sobald die Temperaturen steigen und die Sonne vom Himmel brennt, denken die meisten Menschen automatisch an den Schutz ihrer Haut. Schließlich sind Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und ein erhöhtes Hautkrebsrisiko längst bekannt. Doch ein anderer Körperteil wird dabei häufig vergessen – obwohl er den UV-Strahlen genauso schutzlos ausgesetzt ist: unsere Augen.

Warum UV-Strahlen für die Augen gefährlich sind

Was viele nicht wissen: UV-Strahlung kann nicht nur die Haut schädigen, sondern auch die empfindlichen Strukturen des Auges. Fachleute weisen darauf hin, dass eine langfristige Belastung das Risiko für verschiedene Augenerkrankungen erhöhen kann.

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Dazu zählen unter anderem Bindehautveränderungen, sogenannte Pterygien, bestimmte Tumorerkrankungen der Augenoberfläche sowie Grauer Star. Die Folgen treten oft nicht sofort auf, sondern entwickeln sich über Jahre hinweg. Umso wichtiger ist es, frühzeitig vorzubeugen.

Ab wann eine Sonnenbrille sinnvoll wird

Besonders relevant wird der Schutz, wenn der UV-Index über den Wert 3 steigt. Dieser Wert wird an sonnigen Tagen häufig bereits am Vormittag erreicht. Je weiter südlich man reist, desto stärker fällt die UV-Belastung in der Regel aus.

Wer sich längere Zeit im Freien aufhält, sollte daher nicht nur zur Sonnencreme greifen, sondern auch eine geeignete Sonnenbrille tragen. Sie gehört an sonnigen Tagen genauso selbstverständlich zur Ausrüstung wie Sonnenschutzmittel.

So erkennst du eine gute Sonnenbrille

Eine dunkle Tönung allein schützt die Augen noch nicht automatisch vor UV-Strahlen. Entscheidend ist vielmehr, ob die Brille über einen geprüften UV-Schutz verfügt. Experten empfehlen Modelle mit einem CE-Kennzeichen, da diese den europäischen Sicherheitsstandards entsprechen. Zusätzlich sollte auf die Kennzeichnung UV400 geachtet werden. Sie bedeutet, dass die Gläser UV-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern blockieren und somit nahezu den gesamten schädlichen UV-Bereich abdecken.

Manche Hersteller verwenden stattdessen die Bezeichnung "100 Prozent UV-Schutz". Auch diese weist auf einen umfassenden Schutz hin.

Besondere Vorsicht am Meer & in den Bergen

An typischen Urlaubsorten ist der Schutz der Augen besonders wichtig. Wasserflächen reflektieren einen großen Teil der Sonnenstrahlen und erhöhen dadurch die Belastung zusätzlich. Ähnliches gilt für die Berge.

Mit jedem Höhenmeter nimmt die Intensität der UV-Strahlung zu. Experten gehen davon aus, dass sie pro 1.000 Höhenmeter um etwa 15 bis 20 Prozent steigen kann. Wer am Berg wandert oder Ski fährt, setzt seine Augen deshalb einer deutlich stärkeren Strahlung aus als im Flachland. Daher empfehlen Fachleute großflächige Sonnenbrillen, die die Augen nicht nur von vorn, sondern auch von den Seiten und von oben abschirmen.

Die beste Sonnenbrille ersetzt keinen Schatten

Selbst die beste Sonnenbrille kann die UV-Belastung nicht vollständig ausschalten. Deshalb raten Experten dazu, die intensive Mittagssonne möglichst zu meiden und sich in den sonnenstärksten Stunden bevorzugt im Schatten oder in Innenräumen aufzuhalten.

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