Auf der Internationalen Raumstation ISS hat ein Luftleck erneut für Alarm gesorgt. Die Astronauten mussten sich vorübergehend in ihre Raumfahrzeuge zurückziehen und Vorbereitungen für eine mögliche Evakuierung treffen.
Wie Sky News berichtet, befindet sich das Leck im russischen Segment der Raumstation. Während die Besatzung Schutz in den angedockten Raumfahrzeugen suchte, arbeitete ein russisches Crewmitglied daran, die undichte Stelle zu reparieren.
Betroffen ist laut NASA der Transfertunnel des russischen Zvezda-Servicemoduls. NASA-Sprecherin Bethany Stevens erklärte: "Der Transfertunnel des Zvezda-Servicemoduls, bekannt als PrK, leidet seit einiger Zeit unter Rissen und Lecks, die von Roskosmos bis heute so weit wie möglich abgemildert wurden."
Die Probleme sind den Raumfahrtbehörden bereits seit Längerem bekannt. Nach Angaben von Stevens beobachtet die NASA die Entwicklung genau.
"Die Risse sind schon immer ein Grund zur Sorge", sagte die Sprecherin. Deshalb werde der Zustand des betroffenen Bereichs laufend überwacht.
Ob weitere Maßnahmen notwendig werden, wurde zunächst nicht bekannt. Die Reparaturarbeiten im russischen Teil der ISS dauern an.