Eine Seedrohne, die im Hafen der rumänischen Schwarzmeerstadt Konstanza explodiert ist, stammt laut Angaben aus Kiew aus der Ukraine. Die ukrainische Marine teilte am Freitag auf Facebook mit, dass die "Überwasserdrohne" durch "elektronische Kampfsysteme" der russischen Armee gestört worden sei, "verlor die Kontrolle" und sei schließlich an der rumänischen Küste gelandet.
Am Morgen hatte der rumänische Zivilschutz die Drohne entdeckt. Gegen 10.30 Uhr ist sie dann im zivilen Teil des Hafens detoniert. Laut den rumänischen Behörden wurde dabei niemand verletzt.
Der rumänische Präsident Nicusor Dan wies auf X darauf hin, dass an der rumänischen Küste auch eine Seemine gefunden worden ist. "Solche besonders schwerwiegenden Fälle sind direkte Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine", so Dan.
Erst vergangene Woche war in Rumänien, in Galati nahe der Grenze zur Ukraine, eine Drohne in ein Wohnhaus eingeschlagen. Zwei Menschen wurden dabei verletzt. Nach Angaben aus Rumänien soll es sich damals um eine russische Drohne gehandelt haben. Moskau hatte diese Angaben allerdings in Zweifel gezogen.