Noch vor einigen Tagen gingen einige Wetterexperten davon aus, dass die Eisheiligen 2026 deutlich früher eintreffen könnten. Diese Vermutung ließ der ungewöhnliche Temperaturverlauf mit frühsommerlichen Phasen und anschließenden markanten Abkühlungen aufkommen. Tatsächlich sorgten Frostnächte in einigen Regionen Österreichs bereits Tage vor dem klassischen Zeitraum Mitte Mai für Diskussionen.
Nun zeigt sich jedoch: Die Eisheiligen halten sich erstaunlich genau an ihren historischen Termin.
Wie die GeoSphere Austria mitteilt, erreicht Österreich pünktlich zu den Eisheiligen ein markanter Kaltluftvorstoß aus dem Norden. Die Umstellung beginnt in der Nacht auf Dienstag und bringt einen deutlichen Temperaturrückgang sowie wechselhaftes Wetter mit Schauern und lebhaftem Wind.
Besonders deutlich zeigt sich der Absturz in Wien: "Die Temperaturen sinken um rund zehn Grad", warnen die Experten der GeoSphere Austria. Während am Sonntag noch Temperaturen von teilweise 25 Grad gemessen wurden, sinken die Höchstwerte bis Dienstag auf nur noch rund 15 Grad.
Die unbeständige Wetterphase dürfte laut Prognosen bis zumindest Sonntag, den 17. Mai, anhalten. Vor allem in höheren Lagen sind erneut sehr kühle Nächte möglich. Für die Landwirtschaft und Hobbygärtner bedeutet das erhöhte Vorsicht – empfindliche Pflanzen könnten regional nochmals Schaden nehmen.
Experten raten daher, vor allem frostempfindliche Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Zucchini oder junge Balkonblumen in den kommenden Nächten abzudecken oder vorübergehend ins Haus zu bringen. Auch Obstbauern beobachten die Entwicklung genau, da späte Kälteeinbrüche regional Blüten und junge Früchte schädigen können.
Die Eisheiligen gelten traditionell als letzte Kälteperiode des Frühjahrs. Die Namenstage von Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und der "kalten Sophie" zwischen 11. und 15. Mai stehen seit Jahrhunderten für das Risiko später Frostnächte in Mitteleuropa. Meteorologisch ist das Phänomen zwar nicht jedes Jahr gleich stark ausgeprägt, dennoch zeigt sich immer wieder eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Kaltluftvorstöße in diesem Zeitraum.