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Diese Krabbler wirst du jetzt wieder öfter daheim haben

Mit den milden Temperaturen erwachen auch die Stinkwanzen wieder zum Leben und suchen den Weg in Häuser und Wohnungen. Für uns sind sie aber harmlos.
Heute Life
28.04.2026, 16:03
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Kaum wird es draußen wärmer, tauchen sie wieder überall auf: die Marmorierte Baumwanze, bei uns oft einfach "Stinkwanze" genannt. Im Frühling werden die kleinen Krabbler wieder munter und suchen den Weg in Häuser und Wohnungen. Für uns Menschen sind sie zwar harmlos – für Pflanzen und Obstbauern aber ein echtes Ärgernis.

Die Tiere verbringen den Winter an geschützten Plätzen, etwa in Ritzen, unter Dachziegeln oder hinter Vorhängen. Wenn es draußen über 10 bis 15 Grad hat, werden sie wieder aktiv und machen sich auf die Suche nach Futter und einem Platz zum Eierlegen. Das heißt, eventuell warst du für den einen oder anderen Krabbler winterlicher Unterkunftgeber ohne es zu wissen.

Eigentlich stammt die Marmorierte Baumwanze aus Ostasien. Seit 2017 breitet sie sich aber explosionsartig in der Schweiz aus. Die Folge: Ernteausfälle im Millionenbereich – und in Österreich ist die Wanze mittlerweile auch kein Unbekannter mehr.

Wie gelangen Stinkwanzen in die Wohnung?

Auch wenn du im 5. Stock wohnst, wirst du wohl Bekanntschaft mit den Krabblern machen, da sie trotz ihrer eher plumpen Erscheinung flugfähig sind. Besonders im Herbst fliegen sie auf der Suche nach warmen Winterquartieren in Häusern und Wohnungen. Sie nutzen den Wind und ihre Flugmuskulatur, um höher gelegene Bereiche zu erreichen. Aufgrund ihres Gewichts brummen sie beim Fliegen oft laut.

Warum sind es gerade jetzt so viele?

Ein einziges Wanzen-Weibchen kann bis zu 450 Eier ablegen. Kein Wunder, dass sich die Tiere so rasant vermehren. Je nachdem, wie warm und feucht das Jahr ist, können sogar zwei Generationen pro Jahr heranwachsen. Wärmere Temperaturen bieten ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Stinkwanzen.

Können die mich stechen?

Keine Sorge: Die Stinkwanze kann dich nicht stechen. Sie besitzt zwar einen Saugrüssel, mit dem sie Pflanzensäfte aus Obst und Gemüse saugt, aber für uns Menschen ist sie ungefährlich. Theoretisch könnte sie zwar beißen, das passiert aber praktisch nie.

Sind Stinkwanzen gefährlich?

Für Menschen und Tiere sind Stinkwanzen harmlos. Für die Pflanzenwelt schaut es aber ganz anders aus. Die Krabbler gelten als Schädlinge und bedrohen über 200 verschiedene Pflanzenarten. "Sie befällt fast alle Obstarten (etwa Birnen, Kirschen, Pfirsiche, Himbeeren), Gemüse (wie Paradeiser, Gurken, Paprika), aber auch Feldkulturen wie Mais und Soja", schreibt das eidgenössische National Centre for Climate Services.

Warum stinken sie eigentlich?

Wenn die Stinkwanze in Stress gerät, sich bedroht fühlt oder zerdrückt wird – egal ob absichtlich oder nicht –, setzt sie ein übelriechendes Sekret frei. Das ist ihre Verteidigung gegen Fressfeinde wie Vögel. Der Gestank ist also ihre Überlebensstrategie.

Hat die Stinkwanze natürliche Feinde?

Ja, die gibt es: Die Samurai-Schlupfwespe, ebenfalls ein Einwanderer aus Asien, wird seit 2019 gezielt eingesetzt, um die Stinkwanzen-Population zu verringern. Herkömmliche Pestizide helfen nämlich kaum gegen die Plagegeister.

Eine andere Möglichkeit, die Brummer aus der Wohnung fernzuhalten, ist die Installation von Fliegengittern. Allerdings kommt dann halt auch nicht so viel Luft in die Wohnung.

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