Wer schon einmal eigene Gurken gezogen hat, kennt das Problem: Anfangs wachsen sie kräftig, doch plötzlich lassen sie nach, die Blätter werden schwächer, die Ernte enttäuscht. Viele greifen dann zu teurem Dünger aus dem Blumengeschäft– dabei steht die Lösung oft schon im Kühlschrank: Milch soll Gurken zu echtem Wachstum verhelfen.
Gurken zählen zu den sogenannten Starkzehrern im Garten. Das bedeutet, dass sie besonders viele Nährstoffe benötigen, um kräftig zu wachsen und eine reiche Ernte zu liefern. Kalzium, Kalium und Magnesium sind dabei entscheidend für die Bildung starker Wurzeln und die Regulierung des Wasserhaushalts.
Milch enthält genau diese Nährstoffe in natürlicher Form. Kalzium stärkt die Zellwände der Pflanzen, während Kalium den Wasserhaushalt reguliert. Magnesium ist wiederum wichtig für die Fotosynthese. Dazu kommt Phosphor, der zur allgemeinen Gesundheit der Gurkenpflanzen beiträgt.
Milch besitzt zudem noch einen weiteren großen Vorteil: Sie enthält Proteine und Enzyme, die Pilzkrankheiten wie Mehltau bekämpfen können. Gerade im Frühling, wenn es warm wird und die Nächte feucht sind, breitet sich dieser lästige Pilz rasend schnell aus.
Damit der Tipp funktioniert, kommt es auf die richtige Mischung an. Für die Düngung über die Wurzeln gilt: Ein Teil Milch auf vier Teile Wasser – diese Mischung alle zwei Wochen direkt an die Pflanze gießen.
Wer seine Gurken zusätzlich schützen will, kann eine leichtere Lösung verwenden: Ein Teil Milch auf neun Teile Wasser – diese wird auf die Blätter gesprüht. Wichtig ist dabei, nicht zu übertreiben. Zu viel Milch kann im Boden zu Fäulnis führen und mehr schaden als nützen.
Nicht jede Milch eignet sich gleich gut. Experten raten zu fettarmer oder Magermilch, da Vollmilch schneller verdirbt und unangenehme Gerüche entstehen können.