Die Eisheiligen stehen bevor – doch heuer sollten Hobbygärtner besonders aufpassen. Denn entgegen dem Kalender könnten die gefürchteten Frostnächte dieses Jahr deutlich früher eintreten als üblich.
Traditionell fallen die Eisheiligen auf die Tage vom 11. bis 15. Mai: Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die "Kalte Sophie". An diesen Tagen soll laut alten Bauernregeln besonders gefährlicher Bodenfrost herrschen, der empfindliche Pflanzen schädigen kann.
Doch wie utopia.de berichtet, verschiebt der Klimawandel die Frostgrenze im Kalenderjahr um etwa sieben bis zehn Tage nach vorn. Meteorologen gehen davon aus, dass es bereits Ende April und in der ersten Maiwoche zu deutlichen Temperaturabfällen kommen wird.
Wer kälteempfindliche Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Zucchini oder Gurken ins Freie setzen will, sollte heuer nicht erst die kalendarischen Eisheiligen abwarten. Die echte Frostgefahr ist in milden Lagen bereits ab Anfang Mai sehr gering. Dennoch: In höher gelegenen Tälern ist Vorsicht geboten.
Im Frühling erwärmt sich das Land schneller als das Meer. Dadurch entstehen Tiefdruckgebiete, die kalte Polarluft nach Mitteleuropa bringen können. Durch die Klimaerwärmung ist die Wahrscheinlichkeit für Frost im Mai in den letzten Jahrzehnten jedoch gesunken.
Die gute Nachricht: Die kalendarischen Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai könnten dieses Jahr sogar überdurchschnittlich mild ausfallen. Ab der zweiten Maiwoche wird wärmere Luft aus dem Südwesten erwartet.