In vielen Haushalten landet Reis fast täglich auf dem Teller. Das Getreide gilt als gesunde Alternative zu Nudeln und ist vielseitig einsetzbar. Doch Experten warnen: Wer jeden Tag Reis isst, tut sich damit keinen Gefallen.
Der Grund liegt in der Belastung mit Arsen. Reis nimmt besonders viel von diesem giftigen Stoff auf, da er überwiegend nass angebaut wird – also mit den Wurzeln unter Wasser.
Wie utopia.de berichtet, empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Säuglinge und Kleinkinder nicht ausschließlich mit reisbasierten Produkten wie Reismilch oder Reisbrei zu ernähren. Auch bei Erwachsenen sollte Reis nur gelegentlich auf dem Speiseplan stehen.
Bei Tests wurde festgestellt, dass sich Arsen vor allem in den Randschichten des Reiskorns anreichert. Daher ist ungeschälter Vollkornreis in der Regel stärker belastet als weißer Reis. Parboiled-Reis bietet einen Kompromiss: Er enthält mehr Nährstoffe als weißer Reis, aber weniger Arsen als Vollkornreis.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt fünf Portionen Getreideprodukte täglich. Davon sollte etwa ein Drittel aus Vollkorn bestehen – aber nicht ausschließlich aus Reis.
Neben den gesundheitlichen Aspekten gibt es einen weiteren Grund, Reis nur selten zu essen: Der Anbau verursacht große Mengen klimaschädlicher Treibhausgase. Die DGE empfiehlt daher, Reis durch einheimische Alternativen wie Dinkel oder Grünkern zu ersetzen.
Besser als jeden Tag Reis zu essen, ist Abwechslung: Variiere zwischen Reis, Nudeln und Kartoffeln. Auch Hirse, Buchweizen, Quinoa und Amaranth sind gute Alternativen.
Wer nicht auf Reis verzichten will, sollte auf Bio-Qualität setzen – am besten aus europäischem Anbau. So kannst du Pestizidrückstände vermeiden und klimaschonender essen. Und: Nicht täglich, sondern nur gelegentlich zum Reis greifen.