Schadstoff-Check

Experten warnen! Deshalb solltest du weniger Reis essen

Fast alle Reissorten enthalten Schadstoffe, in allen ist zudem Arsen drin. Zu diesem Schluss kommt ein aktueller Check der Stiftung Warentest.
Team Wirtschaft
28.04.2026, 22:19
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Stiftung Warentest hat 40 verschiedene Reis-Sorten untersucht und kommt zu einem beunruhigenden Ergebnis. In jedem getesteten Produkt wurde Arsen nachgewiesen, da die Reispflanze diesen Stoff über den Boden und das Wasser aufnimmt. Nur vier Produkte im Test erreichten die Note "gut". Die Mehrheit war "befriedigend", acht waren lediglich "ausreichend".

Grenzwerte nicht überschritten, aber …

In keinem Fall wurden allerdings geltende Grenzwerte überschritten, schreibt die Stiftung Warentest in ihrem Bericht. Allerdings lege man strengere Maßstäbe an und bewerte nicht nach dem Prinzip "erlaubt oder verboten". Entscheidend sei – je weniger Schadstoffe, desto besser.

Bio und Vollkorn nicht automatisch besser

Besonders überraschend ist, dass Bio-Produkte und Vollkornreis nicht automatisch besser abschneiden. Vollkornreis würde zwar laut Experten mehr Nährstoffe enthalten, in seinen äußeren Schichten gleichzeitig aber leider auch mehr Schadstoffe speichern.

Auffallende Unterschiede bei Reissorten

Es gibt jedoch Unterschiede bei den Sorten. Basmati-Reis ist oft weniger belastet als Jasmin- oder Parboiled-Reis. Neben Arsen fanden die Prüfer in einigen Proben auch Kadmium, das die Nieren schädigen kann. In einem Fall wurde sogar ein Pestizid entdeckt, weshalb dieses Produkt die Note "mangelhaft" erhielt.

Reis nur "ein- bis zweimal pro Woche"

Um gesundheitliche Risiken zu senken, raten Fachleute dazu, Reis nur "ein- bis zweimal pro Woche" zu essen. Man sollte stattdessen öfter zu Kartoffeln, Nudeln oder Hirse greifen, um für Abwechslung zu sorgen. Dennoch ist Reis laut Stiftung Warentest "kein ungesundes Lebensmittel". Er enthalte wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, dazu Mineralstoffe wie Magnesium und Zink. Außerdem sei Reis fettarm.

Gründlich waschen, mit viel Wasser zubereiten

Besonders wichtig ist auch die richtige Zubereitung, um die Schadstoffbelastung zu senken. Die Tester empfehlen, den Reis vor dem Kochen gründlich zu waschen. Zudem sollte man ihn in viel Wasser garen und das überschüssige Wasser nach dem Kochen wegschütten, da so ein Teil des Arsens aus dem Reis entfernt wird.

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