Kinderzahnpasta ist nicht gleich Kinderzahnpasta: Das zeigt ein aktueller Test des Magazins "Konsument", auf den die Arbeiterkammer OÖ aufmerksam macht. 16 Produkte wurden genau geprüft – mit teils deutlichen Unterschieden bei Inhaltsstoffen, Dosierung und Umweltbilanz.
Entscheidend ist vor allem ein Stoff: Fluorid. Er gilt laut AK als einzig wissenschaftlich belegter Schutz gegen Karies – auch bei Milchzähnen. Empfohlen werden bei Kinderzahnpasten 1.000 ppm ("parts per million", also Teile pro eine Million; Anm.). Genau daran scheiterten gleich fünf Produkte im Test.
Denn mehrere Hersteller setzen lieber auf Ersatzstoffe wie Hydroxylapatit, Xylit, Sorbit oder Kalziumlactat. Das Problem: Keiner davon kann Fluorid nachweislich gleichwertig ersetzen. Fehlt der Stoff oder ist zu wenig davon drin, gab es im Test klare Abzüge.
Die Überraschung im Ranking: Ausgerechnet zwei besonders günstige Eigenmarken holen sich den Sieg. "Dentalux" von Lidl und "Dentofit Kids" von Hofer schneiden in allen Prüfpunkten sehr gut ab – und kosten mit 89 Cent pro 100 Milliliter auch noch am wenigsten.
Wichtig ist aber nicht nur, was in der Tube steckt – sondern auch, wie viel davon auf der Bürste landet. Bis zum zweiten Geburtstag reicht eine reiskorngroße Menge, danach bis sechs Jahre eine erbsengroße Portion. Wer zu viel verwendet, riskiert weiße Flecken auf den bleibenden Zähnen.
Auch die Handhabung wurde bewertet: Kleine Öffnungen – etwa bei den Testsiegern – helfen Eltern nämlich beim Dosieren. Die klare Empfehlung der AK: Die Tube gehört nicht in Kinderhände – dosiert werden sollte immer von Erwachsenen.
Alle Ergebnisse und das ganze Ranking der Produkte gibt es hier.