Wer jetzt ungeschützt in die Sonne geht, riskiert rasch Hautschäden. Die UV-Belastung steigt derzeit rasch an, wie aktuelle Karten von GeoSphere Austria zeigen. Am Mittwoch, 29. April, liegen die Werte noch im mittleren Bereich (UVI 5, "mäßig"), am Donnerstag ziehen sie weiter an (UV 6-7). Am Freitag (1. Mai) erwarten die Wetterforscher regional einen UV-Index von 8 bis 10 - also Werte im Bereich "sehr hoch".
Was harmlos klingt, ist es nicht: Bereits bei einem UV-Index von 5 bis 6 kann es für Menschen schnell gefährlich werden. Ohne Schutz droht schon nach 20 bis 30 Minuten ein Sonnenbrand. Besonders tückisch: Nach dem langen Winter ist die Haut kaum an die Strahlung gewöhnt.
"Die Haut war monatelang unter Kleidung geschützt und reagiert jetzt deutlich empfindlicher", warnt der deutsche Wetterexperte Johannes Habermehl. Wer die Frühlingssonne unterschätzt, bezahlt das schnell mit schmerzhaften Folgen.
Schon ab einem UV-Index von 5 gilt: Schatten suchen, lange Kleidung tragen, Kopfbedeckung und Sonnenbrille verwenden. Auch Sonnencreme ist Pflicht, empfiehlt Wetter.com.
Ein Blick auf die Prognosen zeigt klare Unterschiede: Während im Osten meist noch mittlere Werte erreicht werden, trifft es den Westen deutlich stärker. Vor allem das Tiroler Unterland, Osttirol, Vorarlberg und Teile Salzburgs müssen mit hohen bis sehr hohen UV-Werten rechnen.
Besonders im Gebirge wird es kritisch. Pro 1.000 Höhenmeter steigt die UV-Belastung spürbar an. Wer übers lange Wochenende in die Berge fährt, sollte daher unbedingt gut vorbereitet sein. Zusätzlich verstärken Altschneefelder die Strahlung - bis zu 30 Prozent können reflektiert werden.
Ab einem UV-Index von 3 ist Sonnenschutz ohnehin Pflicht. Aktuell wird dieser Wert klar überschritten. Experten empfehlen: Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens doppelt so hoch sein wie der UV-Index. Bei UVI 5 also zumindest LSF 10, für Kinder und empfindliche Haut besser LSF 30 oder mehr.
Zwischen 11 und 15 Uhr sollte zudem direkte Sonne möglichst gemieden werden. Säuglinge gehören überhaupt nicht in die pralle Sonne.
Die Entwicklung ist alarmierend: Die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen verdoppelt sich etwa alle zehn Jahre. Aktuell werden rund 120.000 neue Fälle pro Jahr registriert - Tendenz steigend. Die klare Botschaft: Wer jetzt konsequent auf Sonnenschutz achtet, schützt nicht nur seine Haut im Frühling - sondern senkt langfristig auch das Risiko für schwere Erkrankungen.