Windkraft und Meerwasser

China hat sein Rechenzentrum im Meer versenkt

Vor Shanghai ist eine Weltpremiere in Betrieb: das erste Unterwasser-Rechenzentrum, das mit Windkraft läuft und das Meer zur Kühlung nutzt.
Technik Heute
11.06.2026, 12:07
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China hat das weltweit erste Unterwasser-Rechenzentrum eröffnet, das vollständig mit Offshore-Windkraft betrieben wird. Die Anlage namens "Shanghai Lingang Undersea Datacentre Project" befindet sich etwa zehn Kilometer vor der Küste Shanghais in einer Tiefe von zehn Metern.

Das Rechenzentrum verfügt über eine Leistung von 24 Megawatt und nutzt die natürliche Kühlwirkung des Meerwassers. Dadurch soll der Energieverbrauch um mehr als 20 Prozent niedriger sein als bei vergleichbaren Anlagen an Land.

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Wie computerwoche.de unter Berufung auf den Guardian berichtet, wurde das Projekt bereits im Mai in Betrieb genommen. Die Investitionskosten belaufen sich auf umgerechnet rund 190 Millionen Euro.

Experten warnen vor Risiken für Meeresökosysteme

Gleichzeitig gibt es Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf marine Ökosysteme. Das erwärmte Meerwasser und mögliche Störungen von Sedimenten könnten Probleme verursachen. Wissenschaftler betonen daher die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung.

Bereits vor rund zehn Jahren hatte Microsoft ein ähnliches Unterwasser-Rechenzentrum getestet, das Projekt aber wieder eingestellt. China geht nun einen Schritt weiter und kombiniert die Unterwasser-Technologie mit erneuerbarer Energie aus dem nahen Windpark.

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