Reis gilt als gesunde Beilage und landet in vielen Haushalten regelmäßig auf dem Teller. Doch ein aktueller Test der Stiftung Warentest zeigt: Die Körner sind häufiger mit Schadstoffen belastet als gedacht.
Im Labor wurden 40 Reisprodukte untersucht - Basmati, Parboiled, Jasmin, Rundkorn und Vollkornreis. Das Ergebnis klingt drastisch: In jedem Produkt war Arsen nachweisbar.
Wie chip.de berichtet, liegt zwar kein Produkt über den gesetzlichen Grenzwerten. Doch die Unterschiede sind erheblich. Acht Sorten bekamen wegen der hohen Schadstoffbelastung nur ein "ausreichend", darunter drei Bio-Produkte.
"Wer glaubt, mit Bio-Reis oder Vollkornreis automatisch die schadstoffärmere Wahl zu treffen, liegt leider falsch", erklärt Stiftung-Warentest-Expertin Sara Waldau. Kritische Stoffe wie Schwermetalle gelangen unabhängig von der Anbaumethode über Böden und Wasser ins Korn.
Neben Arsen wurde in 32 von 40 Produkten auch Kadmium nachgewiesen. Das Schwermetall kann sich im Körper anreichern und gilt langfristig als Risiko für Nieren und Knochen.
Die Bestnote "sehr gut" vergab Stiftung Warentest nicht. Nur vier Reisprodukte erreichten ein "gut": der K-Classic Langkorn Parboiled Reis von Kaufland (Note 2,3), der Vollkorn Bio Jasmin Reis von Reishunger (2,3), Pure Original Basmati von Tilda (2,4) und Basmati von Akash (2,5).
Immerhin: Basmatireis schneidet beim Arsen im Sortenvergleich am besten ab. Die Himalaja-Region, wo Basmati traditionell angebaut wird, weist geringere Arsengehalte in Böden und Wasser auf.
Ganz vermeiden lässt sich Arsen nicht - aber deutlich reduzieren. Die Experten empfehlen: Reis vor dem Kochen gründlich waschen, bis das Wasser klar bleibt. Dann in der vierfachen Menge Wasser fünf Minuten kochen, das Wasser abgießen und mit frischem Wasser fertig garen.
Laut einer Studie sinkt so der Arsengehalt bei weißem Reis um bis zu 73 Prozent, bei Vollkornreis um 54 Prozent. Außerdem raten die Experten, Reis nur ein- bis zweimal pro Woche zu essen.