Fischstäbchen zählen zu den beliebtesten Tiefkühlprodukten - schnell zubereitet und bei Jung und Alt geschätzt. Doch der praktische Klassiker hat eine bedenkliche Schattenseite, die viele nicht kennen.
Bereits ab 180 Grad werden beim Erhitzen sogenannte 3-MCPD-Fettsäureester freigesetzt. Diese Stoffe können krebsbildende Prozesse fördern und die Nieren schädigen, wie Laboruntersuchungen zeigen.
Wie chip.de unter Berufung auf die Stiftung Warentest berichtet, wurden bei Tests erhöhte Mengen des Schadstoffs in Fischstäbchen gefunden. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) stuft 3-MCPD als ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko ein.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat als tolerierbare Menge etwa zwei Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Bei einem 16 Kilogramm schweren Kind bedeutet das: maximal drei Fischstäbchen.
Die Empfehlung der Stiftung Warentest ist eindeutig: Kita-Kinder sollten höchstens drei Fischstäbchen pro Mahlzeit essen. Für Schulkinder und Erwachsene gilt ein Maximum von fünf Stück.
Wer hofft, mit pflanzlichen Ersatzprodukten auf der sicheren Seite zu sein, irrt. Auch in Veggie-Schnitzeln, Chicken-Nuggets und anderen Fertigprodukten konnte 3-MCPD nachgewiesen werden.
Experten raten generell zu einem vorsichtigen Umgang mit hochverarbeiteten Lebensmitteln aus der Tiefkühlung. Der Konsum sollte eine Ausnahme bleiben - nicht die Regel.