Die Sonne brennt, die Temperaturen klettern – da lockt ein erfrischender Sprung in den See. Doch genau das kann fatale Folgen haben. Nach dem Pfingstwochenende 2026 meldete die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mehrere Tote nach Badeunfällen.
Das Problem: Während es draußen plötzlich heiß wird, ist das Wasser in Seen oft noch eiskalt. Der Körper kann sich nicht schnell genug auf den extremen Temperaturwechsel einstellen.
Wie utopia.de unter Berufung auf einen Bericht des MDR erklärt, muss das Herz bei Hitze ohnehin schon stärker arbeiten. Springt man dann ins kalte Wasser, gerät der Kreislauf in einen gefährlichen Zustand – als würde man „Gas und Bremse gleichzeitig betätigen“.
In den ersten Minuten nach dem Eintauchen in kaltes Wasser treten Reflexe auf, die lebensbedrohlich sein können. Der Drang zu atmen wird so übermächtig, dass Menschen reflexartig unter Wasser Luft holen wollen. Panik verstärkt die Gefahr zusätzlich.
Besonders riskant ist die Situation an unbewachten Badestellen. Wer dort einen Kälteschock erleidet, hat ohne schnelle Hilfe kaum Chancen. Auch Eltern sollten ihre Kinder nie aus den Augen lassen.
Laut Experten unterschätzen vor allem männliche Badende die Gefahren im Wasser. Das kann fatale Konsequenzen haben. Doch auch völlig gesunde und fitte Menschen können an einem Kälteschock sterben, wenn sie das Risiko nicht ernst nehmen.
Nach etwa 30 Minuten in kaltem Wasser droht außerdem Unterkühlung. Muskeln und Nervensystem können versagen – Schwimmen wird dann unmöglich.
Die wichtigste Regel: Gehe langsam ins Wasser und gib deinem Körper Zeit, sich an die Temperatur zu gewöhnen. Bei Kreislaufproblemen oder Vorerkrankungen ist besondere Vorsicht geboten. Im Notfall sofort den Notruf 112 wählen.