Retinol gilt als einer der beliebtesten Wirkstoffe in der Hautpflege. Das Vitamin-A-Derivat soll die Hauterneuerung anregen, gegen Unreinheiten helfen und feine Linien mildern. Doch gerade im Sommer ist Vorsicht geboten: Sonne, Hitze und UV-Strahlung können die Haut zusätzlich belasten – und Retinol kann sie empfindlicher machen.
Der Wirkstoff beschleunigt die Zellerneuerung. Dadurch kann die Haut anfangs trockener, gereizter oder schuppiger reagieren. Trifft diese ohnehin empfindliche Haut auf starke Sonneneinstrahlung, steigt das Risiko für Rötungen, Irritationen und Sonnenbrand. Besonders problematisch ist das in den Sommermonaten, wenn man sich häufiger im Freien aufhält, schwitzt oder Sonnenschutz nicht regelmäßig genug erneuert.
Diese vier Hausmittel helfen gegen Sonnenbrand:
Hinzu kommt: Retinol sollte grundsätzlich eher abends verwendet werden, da der Wirkstoff durch Licht instabil werden kann. Wer Retinol dennoch im Sommer nutzt, muss tagsüber konsequent auf Sonnenschutz achten – idealerweise mit hohem Lichtschutzfaktor, schützender Kleidung und möglichst wenig direkter Mittagssonne.
Vor allem Retinol-Anfänger sollten in der warmen Jahreszeit vorsichtig sein. Wer seine Haut gerade erst an den Wirkstoff gewöhnt, riskiert schneller Reizungen. Auch nach Sonnenbrand, Peelings oder bei empfindlicher Haut ist Retinol keine gute Idee.
Dermatologen raten daher oft, Retinol im Sommer zu reduzieren, zu pausieren oder erst im Herbst wieder damit zu beginnen. Alternativ können mildere Pflegeprodukte mit Feuchtigkeitsspendern wie Hyaluron, Ceramiden oder Panthenol helfen, die Hautbarriere zu stärken.
Ganz verboten ist Retinol im Sommer zwar nicht. Wer den Wirkstoff gut verträgt und konsequent Sonnenschutz verwendet, kann ihn weiter nutzen. Für viele gilt aber: In der sonnen intensiven Zeit ist weniger mehr – denn gereizte Haut verzeiht UV-Strahlung deutlich schlechter.