Gerade im Sommer ist Sonnenschutz ein wichtiges Thema, das viele leider zu sehr auf die leichte Schulter nehmen. Um die Haut vor irreparablen Schäden durch UV-Strahlung zu schützen, ist Sonnencreme essenziell und unersetzlich.
Dabei ist es wichtig, den passenden Lichtschutzfaktor für den eigenen Hauttyp zu verwenden - und seine Wirkdauer zu kennen.
Wie chip.de unter Berufung auf fitforfun.de berichtet, bestimmt der Hauttyp die Zeitspanne, während der sich die Haut selbst schützen kann. "Die häufig auftretenden Hauttypen (Typ II / III) können ohne Sonnenschutz etwa zehn bis 15 Minuten in der Sonne verbleiben, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen", erklärt Dermatologin Dr. Alice Martin.
Der LSF wird mit der Eigenschutzzeit multipliziert. Ein Beispiel: Hauttyp I (mit blauen oder grünen Augen und blonden Haaren) hat eine Eigenschutzzeit von etwa 5 Minuten. Bei LSF 50 verlängert sich der Schutz theoretisch auf 250 Minuten.
Diese Zeitspanne kann jedoch nur gelten, wenn ausreichend und lückenlos Sonnenschutz aufgetragen wurde. Durch das Schwitzen und durch Reibung geht immer etwas Schutz verloren - daher sollte bereits nach zwei bis drei Stunden nachgecremt werden.
Mit fortschreitender Bräune verändert sich der Hauttyp übrigens nicht. Der Irrglaube, man könne im Laufe des Urlaubs zu einem geringeren Lichtschutzfaktor greifen, ist fatal. "Wer seine Haut schützen will, nimmt immer denselben hohen Lichtschutzfaktor", empfiehlt der Münchner Hautarzt Dr. Christoph Liebich.
Die benötigte Menge an Sonnencreme wird häufig unterschätzt. Dermatologen sind sich einig, dass 2 mg pro Quadratzentimeter Hautfläche für adäquaten Schutz nötig sind - das entspricht etwa 34 Gramm für einen Erwachsenen.
"Drei bis vier Esslöffel müssen es sein, nur so erreiche ich den auf der Packung angegebenen Lichtschutzfaktor", weiß Dermatologe Dr. Uwe Schwichtenberg aus Bremen. Die Creme sollte als dünner Film auf der Haut verteilt und nicht eingerieben werden.
Viele Sonnencremes sind mittlerweile wasserfest. Das bedeutet allerdings nicht, dass man nach dem Baden noch ausreichend geschützt ist. Vielmehr soll damit verhindert werden, dass der Schutz beim Schwitzen zu schnell nachlässt.
Hautärzte raten übrigens dazu, mindestens zu einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 zu greifen, besser wäre sogar LSF 50. Die Angst, wegen eines hohen LSF nicht braun zu werden, ist unbegründet - es dauert zwar länger, doch diese Bräune hält auch länger an.