Expertenrat für Garten

So oft solltest du deinen Rasen im Sommer mähen

Ein gepflegter Rasen muss nicht wöchentlich gemäht werden. Wer seltener mäht, tut der Natur einen Gefallen und spart sich Arbeit.
Heute Life
09.06.2026, 09:55
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Rasenmähen gehört im Sommer für viele zur Gartenroutine. Doch wie oft sollte der Rasenmäher wirklich zum Einsatz kommen? Die überraschend einfache Antwort lautet: So selten wie möglich.

Das empfiehlt auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Am besten wartest du mit dem Mähen, bis der Rasen etwa 20 Zentimeter hoch gewachsen ist. Verwende dabei die höchstmögliche Schnitthöhe deines Rasenmähers.

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Wie utopia.de berichtet, bleiben so viele Blühpflanzen wie Gänseblümchen oder Klee erhalten - wichtige Futterquellen für Insekten. Denn was ordentlich aussieht, ist ökologisch oft verarmt: wenige Pflanzenarten, wenig Nahrung für Bienen und Schmetterlinge, kaum Schutz für Kleintiere.

Abschnittsweise mähen ist sinnvoll

Ein weiterer Tipp: Mähe deinen Rasen abschnittsweise, also nicht die gesamte Fläche auf einmal. So haben Insekten die Möglichkeit, in ungemähte Bereiche auszuweichen. Ideal ist es, dauerhaft einen Randstreifen oder eine kleine Blühinsel stehenzulassen.

Wer seinen Rasen weniger oft mäht, fördert die Artenvielfalt. Blühpflanzen bieten Nektar und Pollen für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Dichtes, hohes Gras dient Kleintieren wie Igeln oder Amphibien als Rückzugsort.

Klee ist kein Unkraut

Zusätzlich locken Blühpflanzen Nützlinge wie Marienkäfer oder Florfliegen in den Garten. Diese helfen dabei, Schädlinge wie Blattläuse auf natürliche Weise in Schach zu halten.

Klee gilt vielen als Störfaktor im perfekten Grün, ist aber robust und ökologisch wertvoll. Als Tiefwurzler findet er auch dann noch Wasser, wenn andere Pflanzen längst vertrocknen. Deshalb bleibt ein Kräuterrasen im Hochsommer oft noch grün, während ein englischer Rasen schon dürr ist.

Bei Hitze richtig handeln

Wer bewässern muss, sollte früh am Morgen gießen. So verdunstet weniger Wasser. Lieber selten, aber durchdringend gießen - das fördert tiefes Wurzelwachstum und macht die Pflanzen robuster gegen Trockenheit.

Auch Mähroboter sollten mit Vorsicht eingesetzt werden. Sie können für Tiere gefährlich sein - vor allem für Igel, Amphibien und Insekten, die nachts oder im hohen Gras leben. Wenn du einen Mähroboter nutzt, stelle ihn nur tagsüber ein.

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