UV-Schutz

Kinder-Sonnencremes im Test: Fünf fallen glatt durch

VKI prüfte 22 Kinder-Sonnencremes. Fünf halten den versprochenen UV-Schutz nicht ein, 13 schneiden gut ab.
Heute Life
18.06.2026, 11:17
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Wer sein Kind im Sommer vor Sonnenbrand schützen will, verlässt sich auf die Angaben auf der Verpackung. Doch genau dabei gibt es jetzt einen Dämpfer: Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest 22 Kinder-Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor 50 oder 50+ geprüft. Das Ergebnis: Fünf Produkte erreichten den ausgelobten UV-Schutz nicht.

Alarm bei fünf Sonnencremes

Die wichtigste Aufgabe einer Sonnencreme ist klar: Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen. Beide können die Haut schädigen und langfristig das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Bei fünf Produkten stellte das Labor jedoch Abweichungen fest. Betroffen sind:

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Betroffen sind:

  • Bi Kids Sonnenmilch Ultra Sensitive Seebastian
  • Eco Cosmetics Baby & Kids Sonnencreme
  • Lavozon Kids Med Sonnenmilch
  • Mabyen Baby & Kids Sonnencreme
  • Today Sun Kids Sonnenspray Sensitiv

Besonders auffällig: Das Bipa-Produkt "Bi Kids" fiel laut VKI sowohl beim UVB-Schutz als auch beim UVA-Schutz durch.

Überraschung: Die günstigsten sind die Besten

Die gute Nachricht: Die Mehrheit der getesteten Produkte überzeugte. Insgesamt 13 Sonnencremes erhielten die Bewertung "gut".

Zu den Testsiegern zählen ausgerechnet zwei günstige Produkte:

  • Cien Sun Kids Sonnenspray um 6,99 Euro
  • Sun Kiss Kids Sonnenmilch um 6,99 Euro

Beide erreichten 76 von 100 Punkten.

Knapp dahinter mit 74 Punkten landeten:

  • Sundance Kids Sensitiv Sonnenspray um 7,95 Euro
  • Babylove Sonnencreme Ultra Sensitive um 3,45 Euro
  • Jean & Len Baby & Kids Sonnencreme um 9,99 Euro
  • Paediprotect Sonnenroller um 7,95 Euro

Der VKI betont dabei, dass der Preis kein verlässlicher Hinweis auf die Qualität ist. Im Test schnitten sowohl günstige Eigenmarken als auch deutlich teurere Markenprodukte gut ab, wie der Naïf Baby & Kind Mineralischer Sonnenschutz um 17,50 Euro oder die Ladival Empfindliche Kinderhaut Sonnenschutz-Milch für Kids um 22,50 Euro.

Umwelt bleibt das große Problem

Während viele Produkte beim Sonnenschutz überzeugen, gibt es bei den Inhaltsstoffen weiterhin Kritik. In fast allen getesteten Sonnencremes fanden die Experten UV-Filter oder andere Stoffe, die als problematisch für die Umwelt gelten.

Nur drei Naturkosmetik-Produkte kamen ohne solche Stoffe aus. Zwei davon scheiterten allerdings ausgerechnet beim UV-Schutz.

Als drittes Naturkosmetik-Produkt punktete die "Lavera Naturkosmetik Sonnenlotion Sensitiv Kids" zwar bei Umweltverträglichkeit und Schutzwirkung, zeigte aber einen anderen Nachteil: Es ließ sich schlecht verteilen und hinterließ den typischen weißen Film auf der Haut. Dafür gab es schlussendlich "nur" ein durchschnittlich.

"Mehr ist mehr"

Für VKI-Expertin Birgit Schiller bleibt die wichtigste Botschaft trotz aller Kritik eindeutig: Kinder müssen konsequent eingecremt werden. "Gerade auf der noch dünnen Kinderhaut kann die Sonne Schäden verursachen, die sich über die gesamte Lebenszeit summieren", warnt Schiller.

Ihr Rat: "Mehr ist mehr." Außerdem müsse es nicht unbedingt eine spezielle Kinder-Sonnencreme sein. Entscheidend sei ein Lichtschutzfaktor von mindestens 50.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 18.06.2026, 12:24, 18.06.2026, 11:17
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