Es ist ein hartnäckiger Mythos, der sich vor allem in den sozialen Medien hält: Sonnencreme soll die Vitamin-D-Produktion blockieren. Deshalb verzichten manche Menschen auf Sonnenschutz - aus Angst vor einem Mangel.
Doch Hautärztin Dr. Yael Adler gibt Entwarnung: Die Sorge ist unbegründet. Selbst bei regelmäßigem Eincremen bildet der Körper genügend von dem wichtigen Vitamin.
Wie brigitte.de berichtet, erklärt die Expertin, dass Sonnencreme die UV-Strahlung nicht vollständig blockiert. Kleine Mengen Sonnenlicht gelangen trotzdem an die Haut - genug für die Vitamin-D-Synthese.
Das Risiko, durch fehlenden Sonnenschutz an Hautkrebs zu erkranken, ist laut Experten deutlich größer als die Gefahr eines Vitamin-D-Mangels.
Für die meisten Menschen reichen bereits 15 bis 20 Minuten Sonnenlicht täglich aus, um den Vitamin-D-Bedarf zu decken - auch mit Sonnenschutz. Besonders im Sommer, wenn die Sonne kräftig scheint, ist die Bildung problemlos möglich.
Dr. Adlers Fazit ist eindeutig: Sonnencreme verhindert die Vitamin-D-Bildung nicht. Wer sich regelmäßig eincremt, schützt seine Haut - und versorgt den Körper trotzdem mit ausreichend Vitamin D.