Eincremen gehört im Sommer dazu wie Sonnenbrille, Badetuch und Eis in der Hand. Doch kaum ist die Haut geschützt, landet die Sonnencreme oft dort, wo sie gar nicht hin soll: auf dem Lieblingsshirt, dem weißen Kleid oder dem Bikini-Überwurf. Besonders ärgerlich wird es, wenn nach dem Waschen gelbliche Ränder zurückbleiben.
Sonnencremeflecken gehören nämlich zu den hartnäckigeren Kandidaten in der Wäsche. Der Grund: Viele Produkte enthalten Fett und UV-Filter, die sich tief in die Fasern setzen können. Mit der richtigen Vorbehandlung lassen sich die meisten Flecken aber wieder entfernen.
Je frischer der Fleck ist, desto besser stehen die Chancen. Überschüssige Sonnencreme sollte zuerst vorsichtig mit einem Tuch abgenommen werden, ohne sie weiter in den Stoff zu reiben.
Danach wird die Stelle mit kaltem Wasser ausgespült. Heißes Wasser ist keine gute Idee, weil es bestimmte Rückstände zusätzlich fixieren kann. Anschließend hilft eine Vorbehandlung mit Gallseife oder einem geeigneten Fleckenmittel. Erst danach sollte das Kleidungsstück bei 30 bis maximal 40 Grad in die Waschmaschine.
Besonders auf heller Kleidung können Sonnencremeflecken gelblich oder bräunlich wirken. Oft entstehen diese Verfärbungen durch eine Reaktion von UV-Filtern mit Mineralien im Wasser. Deshalb reicht ein normaler Waschgang häufig nicht aus. Gallseife kann helfen, weil sie fettlösende Eigenschaften hat. Auch spezielle Fleckenentferner aus der Drogerie sind bei Sonnencreme oft sinnvoll.
Wichtig ist: Solange der Fleck sichtbar ist, sollte das Kleidungsstück nicht in den Trockner: Hitze kann die Verfärbung dauerhaft im Stoff festsetzen.
Bei weißer Wäsche kann Zitronensäure helfen. Dafür ein bis zwei Esslöffel Zitronensäure in warmem Wasser auflösen und das Kleidungsstück darin einweichen. Danach wird es wie gewohnt bei 40 Grad gewaschen.
Auch hier gilt: Vorher immer das Pflegeetikett beachten. Empfindliche Stoffe reagieren nicht gut auf jede Behandlung. Alternativ kann Gallseife direkt auf den Fleck aufgetragen werden. Nach kurzer Einwirkzeit kommt das Teil in die Maschine.
Sind Sonnencremeflecken bereits eingetrocknet, wird es schwieriger. Dann sollte der Fleck mit Gallseife oder fettlösendem Spülmittel eingerieben werden. Die Vorbehandlung sollte mindestens 30 Minuten einwirken. Danach wird das Kleidungsstück bei 30 bis 40 Grad gewaschen. Ist der Fleck danach noch sichtbar, sollte die Behandlung wiederholt werden. Gerade alte Flecken verschwinden oft nicht beim ersten Versuch.
Seide, Kaschmir oder sehr feine Materialien sollten nicht aggressiv behandelt werden. Hier ist es besser, auf Experimente mit Säure, Seife oder starken Fleckenmitteln zu verzichten. Wer auf Nummer sicher gehen will, bringt empfindliche Kleidungsstücke lieber in die Reinigung. Bei Baumwolle, Leinen oder vielen Mischgeweben klappt die Fleckenentfernung mit etwas Geduld aber meist gut.
Der wichtigste Fehler passiert oft nach dem Waschen: Das Kleidungsstück wird gebügelt oder in den Trockner gegeben, obwohl der Fleck noch zu sehen ist. Genau das kann Sonnencremeflecken dauerhaft machen. Besser ist es, die Stelle nach dem Waschen zu kontrollieren und die Behandlung bei Bedarf zu wiederholen.