Streit um Alk-Therapie

Stadt wehrt sich: "Sparen keinen Cent bei Behandlung"

Die PVA zieht sich aus einem Alkohol-Therapieprojekt zurück, dagegen wurde demonstriert. Die Stadt stellt klar: In diesem Bereich werde nicht gekürzt.
Thomas Peterthalner
12.06.2026, 06:52
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Mitarbeiter von Suchthilfe-Einrichtungen gingen vor der PVA-Zentrale in Wien-Brigittenau auf die Straße. Hintergrund ist der Ausstieg der Pensionsversicherung aus dem "Alkohol. Leben können.", dessen Finanzierung sich künftig verändert. Die Grünen machten die Stadt Wien ebenfalls dafür verantwortlich, bei der Therapie von Alkoholkranken zu sparen. Im Rathaus wird der Vorwurf nun scharf zurückgewiesen.

"Paradebeispiel für Empörung"

"Ein Paradebeispiel dafür, wie viel Empörung produziert und dabei die eigentlichen Fakten komplett ausblendet werden können. Wer behauptet, die Stadt Wien würde bei der Suchthilfe kürzen, verbreitet schlicht die Unwahrheit", so SP-Gemeinderätin Andrea Mautz, Vorsitzende des Ausschusses für Soziales.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Fakt sei, dass die Finanzierung des Projekts "Alkohol. Leben können" in den vergangenen zwölf Jahren gemeinsam von der Stadt Wien, der ÖGK und der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) getragen wurde.

18 Mio. Euro von Stadt und ÖGK

"Bis 2026 hat die PVA im Rahmen von "Alkohol. Leben können" zusätzlich rund 8,5 Millionen Euro für Rehabilitationsleistungen finanziert. Die PVA hat sich entschieden, diese Finanzierung einzustellen. Das ist die eigentliche Ursache der aktuellen Situation", so Mautz. Die Stadt Wien und die ÖGK finanzieren auch weiterhin zu gleichen Teilen insgesamt rund 18 Millionen Euro für die Behandlung von Menschen mit einer Suchterkrankung im Bereich Alkohol.

"Sparen keinen Cent bei Behandlung"

"Vielleicht hätten die Grünen vor ihrer Aussendung kurz recherchieren sollen. Dann wäre ihnen aufgefallen, dass die Stadt Wien keinen einzigen Cent bei der Behandlung von Menschen mit einer Alkoholerkrankung einspart. Die Versorgung bleibt aufrecht, die Finanzierung bleibt aufrecht und die Stadt Wien übernimmt weiterhin ihre Verantwortung", erklärt Mautz.

{title && {title} } pet, {title && {title} } 12.06.2026, 06:52
Jetzt E-Paper lesen