Zimmerpflanzenbesitzer kennen das: Morgens entdeckt man plötzlich Wassertropfen auf den Blättern seiner Monstera. Hat man zu viel gegossen? Stimmt etwas mit der Pflanze nicht? Die Antwort ist verblüffend einfach.
Das Phänomen nennt sich Guttation. Dabei scheidet die Pflanze aktiv Wasser über spezielle Poren an den Blatträndern und -spitzen aus. Für viele sieht das aus wie Tau oder Schweiß.
Wie 24garten.de berichtet, ist Guttation keineswegs ein Alarmzeichen. Im Gegenteil: Es zeigt, dass die Wasserversorgung der Pflanze einwandfrei funktioniert.
Das Phänomen tritt vor allem dann auf, wenn der Boden sehr feucht ist und eine hohe Luftfeuchtigkeit die normale Verdunstung über die Blätter behindert. Es passiert meist in den frühen Morgenstunden.
Beim Trocknen können kleine, weiße Flecken auf den Blättern zurückbleiben. Diese stammen von Salzen und anderen Stoffen in der ausgeschiedenen Flüssigkeit.
Die Guttationstropfen solltest du mit einem feuchten Tuch abwischen. So verhinderst du unschöne Salzflecken auf den Blättern oder empfindlichen Oberflächen wie Fensterbrettern.
Übrigens: Das Phänomen ist nicht auf Monstera beschränkt. Auch Friedenslilien und Efeututen zeigen es häufig. In Pflanzen-Foren berichten Nutzer: "Meine Pflanzen machen das die ganze Zeit und es geht ihnen gut."
Häufige und starke Guttation kann ein Hinweis darauf sein, dass die Erde zu nass ist. In diesem Fall solltest du dein Gießverhalten anpassen, um Wurzelfäule vorzubeugen. In der Regel ist Guttation aber völlig unbedenklich.